Seit einem Jahr gibt es die Kolumne Opernzeit, und anlässlich dieses Jubiläums möchte ich in eigener Sache berichten. Soeben wurde die Oper „Die Stadt der Blinden“ am Opernhaus Zürich mit großem Erfolg uraufgeführt...
Im September gab die von NRW-Kulturministerin Ute Schäfer einberufene Theaterkonferenz die Ergebnisse bekannt, wie die vom Land bereitgestellten 4,5 Millionen Euro für Stadttheater und Orchester besonders finanzschwacher Städte verteilt werden sollten.
Vieles deutet in der Karriere des Hans Liberg auf etwaige Parallelen zu unserer Ruhrpott-Ikone Helge. Beide leben seit rund drei Jahrzehnten von der Musik, ohne sie ernsthaft zu produzieren.
Die Ausstellung war überfällig. Das Düsseldorfer Museum Kunstpalast stellt in einem umfassenden Überblick die „Düsseldorfer Malerschule“ vor, die ihren Ausgangspunkt im frühen 19. Jahrhundert an der dortigen Kunstakademie hatte, wo Künstler aus aller Welt studierten und anschließend wieder in alle Himmelsrichtungen gingen.
„Was kann für einen jungen Mann uncooler sein, als in einem Männerchor zu singen?“ Diese Frage stellte Bernhard Steiner provokant, als der Kölner Männergesangverein jetzt verkünden konnte, knapp vierzig neue Stimmen für den eigenen Chor geworben zu haben. Also doch cool, so ein Männerchor?
Wenn man Leonard Bernsteins Definition zugrunde legt, dass ein gutes Musical ein Stück ist, das man auch ohne Musik spielen kann – dann hat das jetzt am Düsseldorfer Capitol-Theater welturaufgeführte „Kein Pardon“ natürlich schlechte Karten.
Unter den vielen gelogenen Kneipenwahrheiten, die man sich mit Alkohol nicht wahrer trinken kann, ist eine besonders infam: „Der schönste Platz ist immer an der Theke.“
Wenn mitten im Nirgendwo der Motor plötzlich streikt, hilft auch der faulste Zauber nichts mehr. Das muss selbst der alte Merlin erkennen, den Regisseur Roland Schwab auf der Bühne des Gelsenkirchener Musiktheaters zwar nicht in die Wüste, wohl aber in die Ödnis der Highlands schickt.
Die Bestürzung hätte nicht größer sein können. Gerade noch sind die Tanzhauspläne in Köln zerplatzt, da rappelt sich die Freie Szene unverdrossen auf und schließt sich in einem Kraftakt zum Netzwerk tanzköln zusammen.
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dieses Elend durchzieht die heutige Gesellschaft wie ein Myzel. Der niederländische Künstler Aernout Mik macht es zu einem Seherlebnis in seiner Ausstellung im Essener Folkwang-Museum, in einem Raum voller Video-Skulpturen, die die Besucher fast lautlos in Atem halten.

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