Als Elfjähriger erlebte Kaleb Erdmann einen Amoklauf in seiner Schule. Zwanzig Jahre später reflektiert er in seinem klugen Roman „Die Ausweichschule“ seine kindlichen Erfahrungen auf diesen unfassbaren Schrecken. Beim Asphalt-Festival liest Erdmann auf der Seebühne am Schwanenspiegel Auszüge aus der Erzählung. In ihr beschreibt er nicht nur seine inneren Wunden, sondern auch die des Schulgebäudes. Es entsteht ein traumatisches Bild, ein einfaches Weitermachen scheint grotesk. Doch wie schreibt man über solch ein Erlebnis? Erdmann entscheidet sich für eine Mischung aus ehrlichem Humor und kritischem Hinterfragen, aus Ernsthaftigkeit und Verspieltheit.
Kaleb Erdmann: Die Ausweichschule | Fr 31.07.20 Uhr | Seebühne am Schwanenspiegel, Düsseldorf | www.asphalt-festival.de
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