Im Sommer 1946 wird eine deutsche Familie aus ihrer Heimat, dem Dorf Niederlinde, vertrieben. Zu diesem Zeitpunkt ist ihr Hof schon einer anderen Familie aus Polen versprochen, welche ihrerseits fünf Jahre zuvor nach Sibirien verschleppt worden war. In ihrem Dokumentarfilm „Aber das Leben geht weiter“ verzichtet Regisseurin Karin Kaper auf jegliche Gewaltdarstellung. Es handelt sich bei der Dokumentation nicht um einen Kriegsfilm. Vielmehr hinterfragt die Dokumentation das Kriegsthema und den Begriff der Heimat. Die Protagonistinnen, drei polnische und drei deutsche Frauen mehrerer Generationen, erzählen aus ihren Erlebnissen der Nachkriegszeit, die für sie von der Fremde und der Suche nach einem Zuhause geprägt war. „Aber das Leben geht weiter“ bietet einen sehr persönlichen Einblick in die Familiengeschichte der Frauen, zu denen auch die Mutter der Regisseurin selbst gehört. Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März wird auch Karin Kaper der Filmvorstellung beiwohnen.
Aber das Leben geht weiter | Do 5.3. – Mi 11.3. 17 Uhr (So 8.3. mit Regisseurbesuch) | Union Filmtheater
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