Im Sommer 1946 wird eine deutsche Familie aus ihrer Heimat, dem Dorf Niederlinde, vertrieben. Zu diesem Zeitpunkt ist ihr Hof schon einer anderen Familie aus Polen versprochen, welche ihrerseits fünf Jahre zuvor nach Sibirien verschleppt worden war. In ihrem Dokumentarfilm „Aber das Leben geht weiter“ verzichtet Regisseurin Karin Kaper auf jegliche Gewaltdarstellung. Es handelt sich bei der Dokumentation nicht um einen Kriegsfilm. Vielmehr hinterfragt die Dokumentation das Kriegsthema und den Begriff der Heimat. Die Protagonistinnen, drei polnische und drei deutsche Frauen mehrerer Generationen, erzählen aus ihren Erlebnissen der Nachkriegszeit, die für sie von der Fremde und der Suche nach einem Zuhause geprägt war. „Aber das Leben geht weiter“ bietet einen sehr persönlichen Einblick in die Familiengeschichte der Frauen, zu denen auch die Mutter der Regisseurin selbst gehört. Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März wird auch Karin Kaper der Filmvorstellung beiwohnen.
Aber das Leben geht weiter | Do 5.3. – Mi 11.3. 17 Uhr (So 8.3. mit Regisseurbesuch) | Union Filmtheater
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Die Flucht aus der Heimat
Karin Kapers Dokumentarfilm „Aber das Leben geht weiter“ im Union Filmtheater – Foyer 03/15
Der kleine Hai
Die Filmstarts der Woche
Zurück in den Sumpf!
Jean-Philippe Rameaus „Platée“ am Theater Hagen – Bühne 02/26
Welt statt Wahl
Teil 1: Leitartikel – Klimaschutz geht vom Volke aus
Witz, Tempo, Herz
Paul Abrahams Operette „Märchen im Grand-Hotel“ in der Oper Dortmund - Bühne 02/26
Manischer Maskenball
„Delirious Night“ auf PACT Zollverein in Essen – Tanz an der Ruhr 01/26
Ab in die Hölle
Zwei Opern mit Bezug zu Dantes „Inferno“ in Gelsenkirchen – Oper in NRW 01/26
Völlig natürlich atmen
Gitarrist Bill Frisell im Dortmunder Domicil – Improvisierte Musik in NRW 01/26
„Eine Referenz auf Orte im Globalen Süden“
Regisseur:in Marguerite Windblut über „Der Berg“ am Essener Grillo-Theater – Premiere 01/26
Das eigentliche Böse
„Deep Sea Baby“ im Mülheimer Ringlokschuppen Ruhr – Prolog 01/26
Hymne an Liebe und Toleranz
„Der Barbier von Sevilla“ an der Oper Bonn – Oper in NRW 01/26
Dirigat mit Temperament
Konzerte mit dem neuen Kölner GMD Andrés Orozco-Estrada – Klassik am Rhein 01/26
Väter und Söhne
Christoph und Julian Prégardien in Dortmund und Köln – Klassik an der Ruhr 01/26
Im Krieg der Memes
Teil 1: Lokale Initiativen – Saegge klärt in Bochum über Populismus auf
Die Flut aus toten Körpern
„Staubfrau“ am Theater Oberhausen – Prolog 01/26
Der Marmeladen-Effekt
Eine interaktive Mission durch die Küchentischpsychologie – Glosse
„Die Guerrilla Girls sind mit der Zeit gegangen“
Kuratorin Nicole Grothe über die Ausstellung der Guerilla Girls im Dortmunder Museum Ostwall – Sammlung 01/26
„Glaubwürdigkeit ist ein entscheidender Faktor“
Teil 1: Interview – Sprachwissenschaftler Thomas Niehr über Sprache in Politik und Populismus
Keine Politik ohne Bürger
Wie Belgien den Populismus mit Bürgerräten und Dialogforen kontert – Europa-Vorbild: Belgien
Tanzende Gitter
Susan Hefuna im Duisburger Museum Küppersmühle – Ruhrkunst 01/26
Beziehungen sind unendlich
„Schwarze Herzen“ von Doug Johnstone – Textwelten 01/26
Geheime Erzählungen alltäglicher Gegenstände
Vera Lossau im Märkischen Museum Witten – kunst & gut 01/26
Klappe auf, Klappe zu
Rolf Glasmeier im Kunstmuseum Gelsenkirchen – Ruhrkunst 01/26
Aus der Perspektive
Ingrid Wiener im Marta Herford – Kunst in NRW 01/26
Bewusst blind vor Liebe
„Mama & Sam“ von Sarah Kuttner – Literatur 01/26