Wie das Leben so spielt: Als sich der junge James Fenimore Cooper und der noch jüngere Ned Myers 1806 an Bord eines Handelsschiffes begegnen, ist noch nicht abzusehen, wohin ihre Reisen tatsächlich führen. Der eine hat gerade sein Studium abgebrochen, versucht sich stattdessen als Offizier zur See, während der andere seinem Stiefvater den Stinkefinger gezeigt hat und nun als Schiffsjunge über die Runden zu kommen trachtet. Als sie sich dreißig Jahre später wiedersehen, hat sich ihre Wirklichkeit gewaltig verschoben. Eine nicht unerkleckliche Erbschaft, eine noch reichere Heirat sowie fünf Lederstrumpf-Bände und nicht zuletzt der für ihr Wiedersehen verantwortliche Seefahrerroman „Der Lotse“ haben Cooper überaus populär gemacht, während das „stürmische“ Leben des einstigen Schiffskameraden Stoff für eine berauschende Abenteuersammlung vom Walfang über Seekriege bis hin zum Opiumschmuggel birgt: „Ned Myers oder Ein Leben vor dem Mast“ [Mare, 399s, €22,95] mag erzähltechnisch nicht so gewaltig wie Melvilles »Moby Dick« sein, dafür aber gewaltig realer. Und dabei spielt es keine Rolle, wie hoch der Wahrheitsgehalt letztlich einzuschätzen ist. Die Wege und Umwege zeichnen das Leben aus …
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Der Fischerchor
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Die Läuterung der Bösen
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Der Hungerartist
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„Wir opfern unsere Welt für Fortschritt“
Regisseur Philipp Preuss über „Circus Oresteia“ im Mülheimer Raffelbergpark – Premiere 07/26
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Ein schlechter Zug
Holgers letzte Worte – 07/26
Zweifel der Gesellschaft
Teil 1: Leitartikel – Erinnerungskultur muss sich von Ritualen verabschieden
Wie die Bademeister
Der Sommer und das Kino – Vorspann 07/26
„Die Szene ist noch sehr lebendig“
Leiterin Franziska Werner über das Impulse Festival 2026 in NRW – Premiere 06/26
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Schule mit Herz und Humor
„Shrimpie und ich“ von Moni Port und Claudia Weikert – Vorlesung 06/26
Die eigene Karte als Kompass
„Ich mal mir meine Welt“ von Nicola Davies – Vorlesung 06/26
Mühelose Technik
Mao Fujita in der Historischen Stadthalle Wuppertal – Musik 06/26