Von den insgesamt sieben Alben von „…and you will know us by the trail of dead“ – kurz TOD – ist jedes ein verspielt-raffinierter Ritt durch die Musikgeschichte. Mal glaubt man „Oasis“ zu lauschen, dann fühlt es sich wie die akustische Widerauferstehung der Beatles an. Nur um uns im nächsten Stück ein Schlagzeug samt Gegröhle um die Ohren zu hauen, als würden sich die Herren plötzlich auf Punk besinnen. Gefolgt von zarten Klavierklängen, immer mit pursten Indierockanleihen durchwirkt. Um bei der mythisch-religiösen Metaphorik zu bleiben, mit dem auch der an ein Maya-Ritual gemahnende Bandname spielt, könnte man diesen Stil synkretisch nennen. Die Texaner, seit 1994 im Geschäft, experimentieren lustvoll emotional und sind vor kurzem vom Major zu einem unabhängigen Label zurückgekehrt, back to the roots. Ob damit auch das Zerschmettern der Instrumente wieder ins Programm aufgenommen wird, davon kann man sich im Duisburger Grammatikoff überzeugen. Allerdings versprechen TOD auch ohne Zerstörungsorgien einen musikalisch wie performancetechnisch grandiosen Abend, denn ihr Sound kennt nur eine Richtung: vorwärts!
Support: Maybeshewill aus Großbritannien.
...and you will know us by the trail of dead | Grammatikoff | 05.10. | Einlass: 19:30 Uhr
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