Die Jugend ist verstopft. An allen Ecken und Enden drohen die Stoppschilder. Die Schule möglichst souverän, den Abschluss möglichst gut, das Studium möglichst schnell und einen möglichst dick bezahlten Job hinbekommen. Mehr nicht. Dazwischen Krawall und Remmidemmi. An diesem Wochenende schießen ausnahmsweise die kreativen Entladungsventile in ganz NRW wie Pilze aus dem Boden. Bei der dritten „Nacht der Jugendkultur“ wird an Bühnen, Lagerhallen, sozio-kulturellen Zentren und öffentlichen Plätzen die jugendliche Energie konzentriert, um ihr in verschiedenen künstlerischen Formen freien Lauf zu lassen. 38 Städte aus ganz NRW nehmen an dem seit 2010 stattfindenden Event Teil. Hinter dem riesigen Projekt, das mit dem Kulturhauptstadtjahr seinen Ausgang nahm, verbergen sich aber auch konkrete zivilgesellschaftliche Ambitionen. Neben Anreize für junge, künstlerisch interessierte Menschen, die man in der Stadt halten will, soll auch ein dauerhafter Output für Jugendliche präsentiert werden, für die Kultur nicht gleich der erste Einfall bei dem Wort Freizeit ist.
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