Als der Amerikaner Ry Cooder mit seinem Album und wenig später Wim Wenders mit seinem berüchtigten Film über die Musikszene Kubas das Reisefieber bei den dort musizierenden Senioren ausgelöst hatte, war dies wie eine göttliche Fügung. Klavierspieler, die seit Jahren von Gelegenheitsarbeiten und ohne jegliche Musik gelebt hatten, saßen plötzlich an Flügeln in der eigenen Heimstadt. Der „Club social“, ein in den Fünfzigern wichtiger Kulturverein, der sich im Stadtviertel Buena Vista der Hauptstadt Havanna ansiedelte, war Thema eines Songs auf dieser meistverkauften Platte des Genres Weltmusik überhaupt und wurde zum Etikett einer ganzen Serie von CDs und Welttourneen. Neben diesen Stars der Folklore besaß Kuba aber auch immer eine lebendige Jazzszene mit eigenen instrumentalen Weltklasse-Spielern, nicht nur versammelt in der Band Irakere, die vor vierzig Jahren vom kubanischen Pianisten Chucho Valdéz gegründet wurde. Auch ein Pianist namens Gonzalo Rubalcaba ließ die Herzen der Jazzfreunde schneller schlagen, selbst ausgesaugte Titel wie „Besame mucho“ wurden unter seinen Fingern zu heißen Krimis.
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Der Fischerchor
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