Nick Caves Konzerte sind kathartische Erfahrungen. Das war schon zu seiner Berliner Phase so, als er mit den Bad Seeds in vergleichsweise kleinen Clubs spielte (Wim Wenders inszenierte solch ein düsteres Kellerkonzert 1987 in „Der Himmel über Berlin“). Jetzt sind sie, so das renommierte MOJO-Magazin, zusammen mit Radiohead die größte stadionfüllende Art Rock-Band der Welt. Das neue Album Wild God klingt dabei aufrichtender als die Vorgänger. Seit 2015 verarbeitete Cave den Todessturz seines Sohnes in seiner Musik und einem öffentlichen Blog. Ein Song darin heißt Joy, ein Geist „in giant sneakers...[,] this flaming boy“ erscheint und verfügt: die Trauerzeit ist vorüber.
Nick Cave & The Bad Seeds | Di 24.9. 19.30 Uhr | Rudolf-Weber-Arena
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