Das Bild des selbstgerechten Veganers, der armen Fleischessern mit mahnendem Blick das leckere Mettbrötchen aus der Hand schlägt, ist vielleicht nicht nur Legende, aber wenn überhaupt nur eine kleine Facette der tierleidfreien Philosophie. Fundamentalisten gibt es schließlich überall. Inzwischen hat sich der vegane Lebensstil stark in viele verschiedene Formen differenziert.
Diesen Nuancen wird auch der Vegan Street Day, Deutschlands größtes veganes Straßenfest, mehr als gerecht. Wie auch andernorts informieren in Dortmund Aktionsstände und Vorträge zu Themen wie Tierbefreiung, Sport und vegane Ernährung oder Kampganen gegen die Pelzindustrie und Tierversuche. Initiativen stellen sich vor und laden zu leidenschaftlichen Debatten ein. Darüber hinaus locken Aussteller mit kulinarischen Angeboten. Von der Vorspeise über das Hauptgericht bis zum Dessert kann man sich durch die Wonnen der veganen Ernährung schlemmen und sich mit veganer Kosmetik und Fair Trade-Mode eindecken. Erstmals sind in Dortmund nur Aussteller zugelassen, die auch außerhalb vom Vegan Street Day ein ausschließlich veganes Sortiment anbieten.
Insgesamt ist wie im vergangenen Jahr eine um Aufklärung bemühte, aber auch fröhliche und offene Atmosphäre zu erwarten. Ziel ist es, die Begeisterung für eine vegane Lebensweise zu vermitteln. Diese wird hier nicht als temporäre Trenderscheinung, sondern als Lebensmodell gefeiert, das nicht durch Verzicht, sondern Engagement für Tierrechte und Genuss gleichermaßen geprägt ist.
Vegan Street Day 2014 | Sa 9.8. 11-19 Uhr | Friedensplatz Dortmund | www.vegan-street-day.de/vsd/dortmund-2014/
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Audiovisueller Soundtrip
8. Festival Blaues Rauschen im Ruhrgebiet – Festival 05/26
Zwei Highlander
Die Filmstarts der Woche
Kreislauf des Alltäglichen
Yuko Mohri, Ei Arakawa-Nash und die Sammlung von Inge Baecker im Kunstmuseum Bochum – kunst & gut 05/26
Globales Waldbaden
„Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen – Ruhrkunst 05/26
Im Doppelpack
Joana Mallwitz trifft Alice Sara Ott in Essen und Köln – Klassik an der Ruhr 05/26
Weitsicht bei Nacht
Pfingstoratorium „Die Sieben Gaben“ im Kölner Dom – Klassik am Rhein 05/26
Nomen est omen
„Die Namen“ von Florence Knapp – Literatur 05/26
Naturforscher im Alltag
„Kinderleichte Experimente für draußen“ von Christine Sinnwell-Backes u. Timo Backes – Vorlesung 05/26
Strukturen der Lebenswelt
Carl Grossberg im Wuppertaler Von der Heydt-Museum – Kunst in NRW 05/26
Geschenkte Freizeit
Teil 1: Lokale Initiativen – Die Agentur Wake Up Communications Düsseldorf
Schrott im Museum
Ausstellung über Abfallentsorgung im Dortmunder U – Ruhrkunst 05/26
Erfolge in dürren Zeiten
7. Circus Dance Festival in Köln – Tanz in NRW 05/26
Kurz frei
Arbeit schläft nie. Auch ihre Jünger nicht – Glosse
Liebe gegen Perfektion
Uraufführung von Sarah Nemtzovs Oper „Wir“ in Dortmund – Oper in NRW 05/26
„Zurücklehnen und staunen“
Kurator Christian Höher über „Origins – Die Schönheit des Lebens“ im Wuppertaler Visiodrom – Interview 05/26
„Je länger ein Arbeitstag dauert, desto unproduktiver wird er“
Teil 1: Interview – Gewerkschafter Stephan Krull über kürzere Arbeitszeiten und gesellschaftliche Teilhabe
Haare zu lang, Röcke zu kurz
„Swinging Cologne“ von Stefan Winges – Textwelten 05/26
Vertrauen durch Bildung
Was tatsächlich gegen Arbeitslosigkeit hilft – Europa-Vorbild Dänemark
Altes Thema neu erzählt
„Picture a day like this“ an der Oper Köln – Oper in NRW 05/26
Die kleinen Erfolge feiern
Brookln Dekker in Bochum – Musik 05/26
Kein schöner Zug
Holgers letzte Worte – 05/26
Klassenkampf von oben
Teil 1: Leitartikel – CDU und SPD wenden sich gemeinsam gegen arbeitende Menschen
„Es geht vor allem um Selbstermächtigung“
Regisseur Markus Schleinzer über „Rose“ – Gespräch zum Film 05/26
„Kunst kann helfen, auf die Welt zu reagieren“
Intendant Olaf Kröck über die Ruhrfestspiele Recklinghausen 2026 – Premiere 05/26
Abstieg in die Fleischerei
„Faulender Mond“ am Essener Grillo-Theater – Prolog 05/26