Was macht eine Hasenfamilie, die plötzlich von der Armut überfallen wird? Sie hat ein magisches Loch in der Tasche. So wie das Ensemble Materialtheater aus Stuttgart Armut und seine Ursachen in einem freien Kinder- und Jugendtheater politisch inkorrekt in das Publikum impft, könnte man auch das NRW-Kultursekretariat in Wuppertal beschreiben. Die arbeiten natürlich politisch korrekt, unter dem Strich aber auch gegen Armut und seine Ursachen – in erster Linie bei Künstlern. Angefangen hat alles 1974, damals als Kulturförderinitiative nordrhein-westfälischer Kommunen. 1989 kam dann mit Dietmar N. Schmidt (1938-2007) ein streitbarer Leiter nach Wuppertal; er begründete das Motto „Fördern, was es schwer hat“, initiierte 1990 das Festival „Impulse“ als Wettbewerb der freien Bühnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und 2001 auch den „Fonds Neues Musiktheater“ zur Förderung der zeitgenössischen Oper. Diese Formate sind bis heute Bausteine des Kultursekretariats, das es nun manchmal selbst etwas schwer hat, denken wir an die Schwierigkeiten, das inzwischen nur noch alle zwei Jahre stattfindende Impulse-Festival zu finanzieren.

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Klassenkampf von oben
Teil 1: Leitartikel – CDU und SPD wenden sich gemeinsam gegen arbeitende Menschen
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„Faulender Mond“ am Essener Grillo-Theater – Prolog 05/26