Der türkische Autorenfilm ist hierzulande kaum bekannt. Obwohl Regisseure wie Reis Çelik oder Seyfi Teoman bereits erfolgreich im Programm der Berlinale und anderer internationaler Filmfestivals vertreten waren. Für letzteren, der in diesem Jahr bei einem Motorradunfall ums Leben kam, rief das Türkische Film Fest Ruhr eine Hommage aus. trailer sprach mit dem Festivalleiter Fakrit Günes über das neue türkische Kino und seine Zukunft im Ruhrgebiet.
trailer: Herr Günes, was unterscheidet das deutsche vom türkischen Kino?
Fakrit Günes: „Die Türkei ist ein Land, in dem natürlich viele Kontroversen aufeinander treffen, in dem ethnische, religiöse oder geografische Konflikte dazu führen, dass das Medium Film sich dieser Problematik sehr stark bedient. Es werden viele sozial-kritische Arthouse-Filme gemacht. Der türkische Film ist politischer als der deutsche, weil es dort diverse brisante Themen gibt, wie die konfessionellen Auseinandersetzungen zwischen Aleviten und Sunniten, oder Türken und Kurden, oder Themen wie die demokratische Entwicklung in der Türkei.
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