Teil I der trailer-Interviewserie zur „Neuen Urbanität“.
trailer: Herr Wiesemann, ich habe heute mal stichprobenartig bei den Kulturbüros in Duisburg und Bochum angerufen, weil ich mir vorstellen könnte, dass man Sie dort gerne abwerben würde.
Reinhard Wiesemann: (lacht) Ich glaube, die Stadt Essen ist ganz glücklich mit dem UnPerfekthaus. Da haben wir keine Akzeptanzprobleme.
Der Leiter des Kulturbüros in Bochum, Bernhard Szafranek, würde jemanden wie Sie sehr begrüßen. In Duisburg scheinen Sie schon Nachahmer gefunden zu haben, da hat der Eigner eines leerstehenden Hafengebäudes Ateliers für Künstler eingerichtet.
Toll. Wobei das Besondere am UnPerfekthaus ist, dass es nicht nur Räume zur Verfügung stellt, sondern Publikum liefert. Es gibt so viel Leerstände, aber da ist man dann alleine oder mit anderen Künstlern oder Existenzgründern. Das hilft nicht wirklich. Wenn man bekannt werden, Erfolg haben will, braucht man Publikum und Kunden. Der für mich wichtigste Punkt im UnPerfekthaus ist, dass es die Verbindung zwischen ganz normalen Menschen und den Newcomern schafft, die sich hier präsentieren. Die Besucher locken wir mit leckerem Essen. Man kann einen tollen Abend verbringen und dabei auch die ganze Kreativwelt kennenlernen.
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