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Beitrag PIX von Sophie Linnenbaum
Foto: Presse

Kreativlabor und Überraschungstüte

05. November 2018

blicke-Festival mit 26. Ausgabe vom 21.-25.11. in Bochum – Kino 11/18

Das blicke filmfestival ist in einem halben Jahrhundert zu einer festen Größe der Film- und Kinolandschaft des Ruhrgebiets geworden. Nach der Jubiläums-Ausgabe im letzten Jahr blicken die Festivalmacher um Gabi Hinderberger nun in die Zukunft und peilen selbstbewusst die nächsten 25 Jahre an. Zuletzt musste man allerdings erst einmal innehalten und zurückblicken, als der langjährige Co-Leiter Wolfgang Kriener Anfang des Jahres verstarb.

Was sich auch in diesem Jahr nicht ändert, ist die große inhaltliche Klammer des blicke festivals: der Bezug auf das Ruhrgebiet. Allerdings wurde diese Klammer schon in den vergangenen Jahren zunehmend aufgelockert, was der Auswahl der eingereichten Beiträge sicher nicht geschadet hat. Dieses Jahr werden diese zwei Schwerpunkte noch deutlicher unterscheidbar: getrennt wird zwischen „Einblicken“ (theamtischer oder persönlicher Bezug zum Ruhrgebiet) und Filmen, die sich für den neuen Preis „Ausblicke“ bewerben, letztere haben keinen Bezug zum Ruhrgebiet. Die eingereichten Filme konkurrieren um insgesamt fünf Preise (darunter der Querdenkerpreis, der von trailer-ruhr gestiftet wird).

Die etwa 30 Filme sind so vielfältig, wie die Gegenstände, die sie behandeln: von der Autobahnkirche bei Hamm, über die Hassliebe vieler Ruhris für die Autobahn A40, bis zum Portrait der kalifornischen Kleinstadt Barstow und ihrer Bewohner. Die Spieldauer der einzelnen Beiträge variiert sehr stark, der kürzeste ist keine drei Minuten lang, der längste hingegen über 80, viele sind im kurzweiligen Bereich zwischen 15 und 30 Minuten angesiedelt. Die bunte Filmmischung wird eingeebnet von zwei Themenschwerpunkten mit Podiumsdiskussion und Filmgespräch. Der erste dreht sich um „Digitale Überwachung in Film und Medienkunst“, der zweite, „Kein Ende der Kohle“, beschäftigt sich mit dem überaus aktuellen Thema Braunkohle – der Film von Jens Schanze hat die Umsiedlung des Dorfes Otzenrath dokumentarisch begleitet. Neben politischer Relevanz lockt das Festival wieder mit dem ihm eigenen so intimen wie freundlichen Ambiente und einer besonders ausgeprägten Aufgeschlossenheit für das Neue.

blicke filmfestival des ruhrgebiets | 21.-25-11. | endstation.kino im Bahnhof Langendreer | Wallbaumweg 108, 44894 Bochum | www.blicke.org

Benjamin Seim

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