Mein Leben in Rosarot
Frankr./Belgien/Engl. 1997, Laufzeit: 89 Min.
Regie: Alain Berliner
Darsteller: Georges du Fresne, Michele Laroque, Jean-Philippe Ecoffey, Helene Vincent, Daniel Hanssens, Laurence Bibot
Nicht 08/15
Colonia (683), 07.07.2003
Warum tun sich Eltern bloß so schwer mit ihren Kindern, wenn sie - in welcher Form auch immer - nicht ins vorgefertigte Raster passen? In "Mein Leben in Rosarot" ist es der 7-jährige Ludovic (sehr berührend gespielt von Georges du Fresne), der es völlig normal findet, mit Barbie-Puppen zu spielen und sich hübsche Kleidchen anzuziehen. Tatsächlich wird die Frage aufgeworfen, warum es eigentlich NICHT normal sein sollte. Aber die Eltern von Ludovic unterliegen - anfangs eher amüsiert, nachher hilflos-überfordert - diesen ganzen albernen Zwängen der Normengesellschaft, die jedes Kind in eine feste Form pressen muss.
Dass es am Ende doch noch so etwas wie ein Happy End gibt, zeigt, dass auch Eltern dringend dazulernen müssen und ... können.
Es ist ein sehr sensibler Film, der jede einzelne seiner Figuren ernst nimmt. Dabei ist er nicht schwer, sondern über große Strecken durchaus heiter. In seinen schönsten Momenten ist er von so viel Zärtlichkeit in ganz kleinen Gesten geprägt, dass einem warm ums Herz wird. In jedem Fall regt "Mein Leben ..." zum Nachdenken an und sollte Pflicht werden für alle so genannten Pädagogen, für Eltern und solche, die es werden wollen.

Echt. Kino.
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