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Aviator

Aviator
USA 2004, Laufzeit: 166 Min., FSK 12
Regie: Martin Scorsese
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Cate Blanchett, Kate Beckinsale, John C. Reilly, Alec Baldwin, Alan Alda, Sir Ian Holm, Danny Huston, Gwen Stefani, Jude Law, Adam Scott, Matt Ross, Kelli Garner, Frances Conroy, Brent Spiner, Stanley DeSantis, Edward Herrmann, Willem Dafoe, Kenneth Walsh, J.C. Mackenzie

Meine Meinung zu diesem Film

Die Aufgezwungene Stummheit
CemileTS (139), 29.10.2021

Vor über einem halbem Jahr bin ich einem Ermittlungsverfahren, das sich gegen mich richtet bewusst geworden. Bei meiner täglichen Routine den Kleiderschrank zu öffnen, mir das erschreckende Gesicht von Penny Wise, mit lechzend zackigen Zähnen aus der Dunkelheit des Schranks heraus entgegen brach.

Dessen Körper sich bereits zu einer überdimensionalen allesfressende Spinne mit haarige Beinen im Schrank ausgebreitet hat. Mich anlächelt, durch seine glitzernd böswillige Augen vermittelt :
„wir sind bereits überall in deinem Leben eingedrungen“.

Überall in mein bescheidenes Leben, welches durch Erinnerungen und Sehnsüchten geformt, bekleidet in Pastellfarben aller Nuancen

In meinem Leben ist Penny Wise eingebrochen um meine Ordnung und meine Selbstbestimmung zu zerfleischen.
Die Beziehung zu meiner Umgebung, meinen Freunden und Verwandten zu unterbrechen, mich zu isolieren und meine intime Gewohnheiten zu erörtern, um mir die Ohnmacht als einzigen Wegbegleiter zu stellen, der auf Anweisung hin mein Handeln konzentriert in die Selbstdestruktion manövriert.

Panik und nächtens schweißtreibender Schlaf.

Mich, bisher bekleidet in Pastellfarben, nun Nackt an jeder Stelle meines Körpers Tätowiert, verkommen und dienlich zur Schaulust derer gestellt, die sich in meinem Kleiderschrank, in die Freisprechereinrichting meines Handys, in meinem Router eingenistet haben.

Die mich auf der Straße abfangen und observieren.
Mir und meine Nahestehenden schmerzhafte Wunden auf Ewig zufügen, deren Narben sich wie Geschwüre festsetzen werden.

Mit der Selbstverständlichkeit einer ungeahnten Perversion schreiten die „Dancer In The Dark“ in mein Leben ein - Augen und Ohren überall.

„Dancer In The Dark“ die mir sämtliche Kontakte aus meine Devices abgesaugt haben, jede meiner Erinnerungen an Familie, Freunde und Berührungen, die ich als Bilderchroniken in meinem PC abgelegt habe, schändlich auswerten:

Eine Mutter die voller Glücksgefühl ihr Erstgeborenes in den Armen trägt.
Ein Stück Himmel, fotografiert in den frühen Abendstunden.
Eine Liebe, der an einem späten Nachmittag beim lesen eines Romans in sich gekehrt schmunzelt.

Ein Großvater, der mich mit Wohlgefühl anschaut.

Mich, nun verkommen und eingebrochen in eine Dunkelheit aus der heraus ich niemanden mehr erkenne, noch erkannt werden möchte.
Weder meine Mutter noch mein Großvater, nicht meinen Liebsten und schon gar nicht diesen Himmel, der mir täglich die Beständigkeit zusicherte, an dem ich mich seit über 20 Jahre am Fenster meines 30 qm Lebensraums erfreute.

An dieser durchlebten Realität ist nichts romantisches. Wie das erleiden einer aggressiven Krebserkrankung - im Wissen dass bald einem das Leben genommen wird, mit der Ungewissheit ob es morgen sein wird, vielleicht übermorgen, oder doch bereits schon heute.

Es ist der 7. Höllenkreis. Darin eingetaucht wird Stummheit zur auferlegten Sprache.

Stumm

Kein Absturz, aber auch kein Überflieger
gutzi (182), 15.08.2005

Jetzt also doch noch ?Aviator? - letztendlich nur deshalb, weil ich wenigstens eine ?laue? Sommernacht im Open-Air-Kino verbringen wollte und alles andere entweder schon gesehen hatte oder uninteressant fand.
Für den Film spricht auf jeden Fall die Tatsache, daß ich trotz wirklich eisiger Temperaturen die ganzen drei Stunden durchgehalten habe. Also langweilig ist der Film definitiv nicht. Nein, im Gegenteil, er ist durchaus ziemlich unterhaltsam, allerdings hatte ich zugegebenermaßen keine besonders hohen Erwartungen. Schauspielerisch hat mich DiCaprio durchaus überzeugt (Milchbubigesicht hin oder her) und Cate Blanchett sowieso.
Trotz allem bleibt irgendwie der Eindruck, daß hier die verschiedensten Episoden recht willkürlich aneinandergereiht wurden und der ?rote Faden? ein wenig fehlt - so daß mir die Person Howard Hughes nach dem Film letzendlich genauso fremd ist wie vorher.

Achja, und im nächsten Jahr nehme ich einen Daunenschlafsack mit.

Genie dann Wahnsinn
Kinokeule (541), 19.07.2005

Der Vorrat an guten Biopics scheint unerschöpflichr. Und solange interessante Persönlichkeiten wie Ray Charles oder eben Howard Hughes näher gebracht werden, ist das eine schöne Sache.

Howard Hughes Leben hatte wirklich faszinierende Facetten, die in diesem Film zu bewundern sind. Und er lebte noch bis in die Siebziger Jahre hinein, obwohl die letzten 30 Jahre im Hotelzimmer wohl nicht mehr so interessant waren und hier nicht verfilmt wurden.

Leonardo DiCaprio ist hier wieder in einer großartigen Rolle zu bewundern. Der Typ mausert sich immer mehr und ich mag ihn mittlerweile sehr gern sehen. Leider ist die Schreckschraube Cate Blanchet hier etwas störend und Jude Law fällt in seiner Minirolle recht wenig auf. Die größeren Nebenrollen John C. Reilly,Alec Baldwin, Alan Alda und Ian Holm sind allerdings sehr überzeugend.

Der Film an sich wusste mich zu fesseln. Interessante Story, visuell beeindruckend und gut inszeniert lässt er 3 Stunden wie im Flug vergehen.

Wer sich die DVD zulegen möchte, sollte die Doppel-DVD wählen. Einige unübliche Extras sind darin vorhanden. Infos über die Zwangsneurosen von H.H:, eine Dokumentation über das Schaffen von H.H. mit vielen Orignalaufnahmen, Interview mit L.Wainwright und natürlich die üblichen Interviews mit den Machern des Filmes und Making-Of (4 Sterne).

Der Zurechtgestutzte
mr. kurtzman (168), 19.02.2005

Das verrückte wird wohl sein, dass Scorsese mit diesem Film endlich seinen Regieoscar bekommen wird. Di Caprio hat mit dem zwiespältigen Howard Hughes eine schwierige Rolle zu übernehmen (?Egal wer ich sein werde, die Leute sehen in mir immer nur den Leo...?). In ein paar Jahren wird er sein Milchbubigesicht ablegen und einen Charakterkopf passend zu seiner Schauspielkunst haben. Aviator ist ein überdurchschnittlicher Hollywoodfilm, den ich schnell vergessen werde.

Ohne Leonardo DiCaprio...
deejay (111), 14.02.2005

...würde ich mir den Film ansehen. Mit ihm kann ich die 166 Minuten ganz sicher nicht ertragen.

mh...
janxyz (11), 07.02.2005

Hab ich noch nicht gesehen, aber es ist schon merkwürdig, dass hinter dem Titel die Anzahl der Oscar-Nominierungen steht. Was soll das? Es haben schon Filme die Dinger bekommen... Das sagt mir gar nix.

Etwas langatmig
Cats (1), 04.02.2005

Über drei Stunden war der Film doch recht langatmig, insbesondere die Episoden über Howard Hughes Krankheit waren sehr in die Länge gezogen. Geschichtlich, bezogen auf die Geschichte der Luftfahrt und Hollywood in den 30er/40er Jahren, fand ich ihn interessant. Die Schauspieler spielen sehr arrogant, aber vielleicht war das die Art der Zeit oder der Leute, die reich und berühmt sind. Leonardo di Caprios Leistung war dennoch beachtlich.

Jenseits von Hollywood
observer (198), 02.02.2005

Doch, ein großer Film. Ich war positiv überrascht nach den lauwarmen Kritiken. Die 3 Stunden vergehen wie im Fluge, kalau. Großartiges, spektakuläres Schauspielerkino (allein Kate Beckinsale als Ava Gardner lohnt den Ticketkauf!!!) mit einigen umwerfenden visuellen Effekten (Absturz des Flugzeugs). Scorsese hat es doch noch geschafft, einen meisterhaften Film zu drehen, der sicherlich in einem Atemzug mit einem Melodram wie JENSEITS VON AFRIKA genannt werden kann.

Geht so.
*eternity* (63), 31.01.2005

Guter Film, der aber nicht unbedingt bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Ich fand alle Rollen gut besetzt und die Oscarnominierung für DiCaprio gerechtfertigt. Allerdings ist der Film stellenweise ein bisschen langatmig. Einmal ansehen reicht vollkommen.

11 Oscars, na und?
flocke66 (27), 31.01.2005

Für den Großteil der hier versammelten User eher kein Qualitätskriterium. Ein netter, nicht unbedingt langatmiger Film, aber weniger für den europäischen Zuschauer: dafür ist H.H. als Person einfach nicht bekannt genug, als dass viele Gegebenheiten, wie z.B. sein Waschzwang oder sonstige psychische Ausfallerscheinungen ohne "Hinführung" einfach so aus dem Nichts in den Film eingestreut worden sind. Wer sich eine "Retrospektive" über das Leben von Howard Hughes erhofft wird eher enttäuscht sein. Ich selbst habe erst in der "Nachbereitung" zu diesem Film aus diversen Zeitschriften genauere Details, wie dessen Krankheit, seine Liebschaften, sein Ende, etc. erfahren. Wer sich den Film noch ansehen will, sollte sich mit den Details vor (!) dem Film auseinandersetzen.
Ansonsten - netter Kurzweil und von mir aus alle Oscars dieser Welt. Die maßgebenden Preis werden eh in Cannes, Berlin und Venedig vergeben ....

Na ja,
Schnuck (3), 29.01.2005

ich hatte mich auf einen schönen Kinoabend gefreut und die zahlreiche positive Kritik, die es im Vorfeld gab, lies ?großes? vermuten! Sicherlich ein opulenter Film über das Leben von Howard Hughes, aber leider nach meinem Geschmack sehr langatmig und irgendwie fehlt der ?Rote Faden?! Das Einzige was positiv auffällt, ist die schauspielerische Leistung von Cate Blanchett und Leonardo DiCaprio! Ich halte die Nominierung für 11 Oscars für übertrieben!

Überwältigend, opulent, gewaltig, großartig, verrückt und groß
otello7788 (554), 21.01.2005

Etwas Vergleichbares habe ich seit "Es war einmal in Amerika" vielleicht nicht mehr zu sehen bekommen. Besser kann man einen Film nicht machen. Spätestens mit diesem Film habe ich Scorsese in meinem Filmgötterolymp den Platz zwischen D.Lean und Stanley Kubrick reserviert, auf den er seit "Casino" und "Goodfellas" schon eine Option hat.

Weder ihm noch DiCaprio hätte ich dieses Meisterwerk zugetraut.

www.das-positiv.de

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