Nach 50 Jahren machte die Ruhr Universität Bochum (RUB) mal blau und feierte sich selbst: Der Verkehr auf der Universitätsstraße stand still, rund 100.000 Besucher drängten an den rund 1.200 Tischen vorbei, an denen sich Uni-Fakultäten, diverse Organisationen und Projekte mit akademischem und volkstümlichem Treiben präsentierten.
Geologen boten eine Einführung in die Kristallographie, Biologen entschlüsselten auf Auftrag DNA-Stränge und nur wenige Meter weiter lockte der Speed-Dating-Tisch. Unweit vom Stand für Gender-Studies tanzte ein Shanty-Chor auf, dazwischen Polizisten auf Pferden, Musik jeder Couleur und auch die ein oder andere Bierdose funkelte im Sonnenschein.
Das Straßenfest zwischen Stadtmitte und Universität stellte das Herzstück der 50Jahr-Jubiläumsfeier dar. Eingerahmt war dieses von einem Festakt im Audimax, bei der gar das Staatsoberhaupt ein Grußwort sprach, und einer öffentlichen Abschlussfeier auf dem Rathausplatz. Als „Motor des Wandels”, als „Symbol für Innovation und Weltoffenheit” war die RUB noch am Vormittag von Bundespräsident Gauck bezeichnet worden. Über den Tag hinweg wurde diese Offenheit gelebt, am Abend dann zelebriert. Bei atmosphärisch dichter Video- und Lichtinstallation durften lokale Größen, von VfL-Urgestein Michael „Ata” Lameck über Riff-Ikone Pamela Falcon bis zum Poetry Slammer Sebastian23 ein Wunschkonzert aus 50 Jahren Stadt- und Lebensgeschichte bestreiten.
Die Bildungsburg vor den Toren Bochums wollte mit dem Geburtstagsfest nicht zuletzt auch der Stadt näherkommen – und das ist ihr gelungen.
Mitten in dem Trubel kam auch der trailer seinen LeserInnen näher. Am Stand nahe der Haltestelle Wasserstraße kam unsere Redaktion mit vielen Interessierten ins Gespräch, tauschte sich über die reichhaltige Kulturlandschaft im Ruhrgebiet aus und bot die Möglichkeit, bei einem Kulturquiz Kinokarten zu gewinnen.
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