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Louwrens Langevoort, Intendant der Kölner Philharmonie
Foto: Jörn Neumann

Wunsch nach „eingeschränktem Betrieb“

28. April 2020

Offener Brief der Konzerthäuser

Louwrens Langevoort, Intendant Kölner Philharmonie, sendet heute im Namen der Mitglieder der Deutschen Konzerthauskonferenz (KHK), darunter das Konzerthaus Dortmund und die Philharmonie Essen, und vier assoziierter Mitglieder in Wien, Zürich, Amsterdam und Luxemburg einen offenen Brief an die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters in Berlin. Ein Auszug:

„In diesen Tagen macht das Positionspapier „Normalisierungskonzept Kultur“ des Deutschen Städtetags zur schrittweisen Wiederöffnung von Kulturinstitutionen die Runde, in der auch Konzerthäuser behandelt werden. (…) [N]ach Maßgabe dieses Papiers werden viele Konzerte erst zu einem so späten Zeitpunkt wieder stattfinden können, dass Musikerinnen und Musikern, ganze Ensembles und die vielen Angestellten und Dienstleister der Konzertbranche in ihrer wirtschaftlichen Existenz nachhaltig und unwiederbringlich gefährdet sind.

Hingegen sind die Mitglieder der Konzerthauskonferenz der Überzeugung, dass die Vorgaben der CoronaSchVO und der MVStättVO in differenzierter Weise für den Konzertbetrieb umsetzbar sind. Konzerthäuser haben die Flexibilität Solisten, Kammermusikensembles oder groß besetzte Orchester auf ihrer Bühne auftreten zu lassen. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, die Anzahl der Besucher an die gesetzlichen Regelungen anzupassen. Der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) hat hierzu einen ersten Vorschlag vorgelegt (…).“

Dieses Positionspaper des EVVC sieht unter anderem vor: Abstand der Besucherplätze von mindestens 1,5 Metern in allen Richtungen, breite Gänge, Online-Tickets, kontaktlosen Einlass innerhalb von Zeitkorridoren, Schutzmasken je nach aktuellen Bestimmungen sowie Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen. Der Brief fährt fort:

„Zielsetzung muss es sein, dass die Häuser in die Lage versetzt werden, auf Grundlage bestimmter Vorgaben Konzepte zu entwickeln, die einen eingeschränkten Betrieb unter Maßgabe des Infektionsschutzes ermöglichen. Dazu gehören Vorgaben für Abstandsregelungen, Hygienekonzepte, Einlass- und Auslassmanagement sowohl auf als auch hinter der Bühne, im Zuschauerraum und Vorderhaus.

Die Konzerthauskonferenz bietet an, solche Vorgaben konstruktiv und als Expertenteam mit zu entwickeln und Vorschläge zu einem schrittweisen Wiederaufnahmebetrieb zu machen, der die weitere Ausbreitung von COVID19 vermeidet, zugleich aber Musikerinnen und Musikern möglichst bald wieder eine Bühne bietet. Aber nicht nur der Künstler wegen ist es wichtig, dass die Bühnen bald wieder bespielt werden können, auch sollte man den Hoffnungen und Wünschen des Publikums wieder gerecht werden. Denn Kultur ist in unserem Land systemrelevant!

Oft wurde gesagt, dass die Kultur einen Platz am Tisch von Politik und Wirtschaft haben sollte. Wir sind hier mit dem berühmten Cellisten Yo-Yo Ma der Überzeugung: Kultur ist der Tisch, an dem Politik und Wirtschaft verhandelt werden.“

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