„Ich habe nun mal das Image, und das werde ich auch in diesem Leben nicht mehr los, ein lauter und aggressiver Spieler zu sein. Das stimmt ja auch zum Teil. Und ich liebe es wirklich, wenn es klingt und brummt und vibriert. Dies ist allerdings nur eine Facette der ganzen Geschichte: Selbst dann, wenn man sich meine frühen Aufnahmen anhört, wird man feststellen, dass man da auch durchaus andere Seiten finden kann."
Vier Soldaten desertieren aus der Armee und schlagen sich nach Mülheim an der Ruhr durch. Sie hoffen auf einen Aufstand, brauchen was zu essen und sind zur Solidarität gezwungen. Unterschlupf finden sie bei der Frau eines der Soldaten. Doch einer hat seinen eigenen Kopf: Fatzer geht nicht nur mit der Frau ins Bett, er ist auch notorisch unzuverlässig und hemmungslos egoistisch – bis ihn seine Freunde totschlagen.
Geredet wurde viel. An Entwürfen und Konzepten fehlte es nicht. Und doch konnte einen als Beobachter während der öffentlichen Gesprächsrunden, in denen seit vier Jahren jede Überlegung fünf- bis zehnmal gedreht und gewendet wurde, nie der Eindruck verlassen, dass es mit einem Tanzhaus in Köln nichts werden würde...
Cahit ist 40 und am Ende, ein Wrack. Seine Fahrt mit dem Auto gegen die Wand sollte sein Leben endgültig abschließen. Doch selbst das geht noch schief. Also macht er so weiter wie bisher, säuft sich dem Tode Stück für Stück entgegen und wird zum „Schmerzjunkie“ der sehenden Auges den Abgrund sucht...
Andrew Lloyd Webber hat sich mittlerweile zum erfolgreichsten Musical- Komponisten aller Zeiten entwickelt. Dass dieser Erfolg vor allem mit der geschickten Vermarktung seiner Werke zu tun hat, zeigt schon die Entstehungsgeschichte seiner Pop-Oper „Evita“, die 1976 als Konzeptalbum erschien und deren Song „Don‘t Cry For Me Argentina“ schon bald die Hitparaden stürmte.
Ich habe eine Schwäche für Tonträger. Nur wenige Dinge lassen mich derart grinsen wie ein Subbass, der auf Vinyl mit aufwändigem Coverdesign daherkommt. Das ist nichts Besonderes, so dachte ich zumindest immer. Aber meine Liebe zu gut verpackten Tönen scheint seltener zu werden...
Das Comeback von Ferdinand Kriwet in der Kunsthalle Düsseldorf ist gelungen. Die Werkschau, die erste überhaupt zu seiner Arbeit, zieht den Besucher in ihren Sog und lässt die tägliche Reiz- und Informationsüberflutung auf sinnlichästhetische Weise spüren.
„Am siebenten Tage aber sollt ihr ruhen!“ Bibelsprüche haben Karlheinz Stockhausen eigentlich immer interessiert, weil die Wahrheit ja nicht nur im Wein liegt. Deshalb hat seine „Woche aus Licht“ auch sieben Tage und dieser siebte Tag aus „Licht“ erblickt jetzt als Gesamtaufführung des Sonntags erstmals selbiges im Staatenhaus in Köln.
„Ich habe ja schon oft gesacht, sach ma nix“ lautete eine der berühmten Einleitungen des Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch. Die Tragweite und Dialektik dieses Satzes kommt eigentlich erst im Wortkabarett zu ihrer vollen Blüte. Umso mehr, wenn ein Mann wie Hüsch mit seinen literarisch geprägten Programmen auf der Bühne stand. 1999, sechs Jahre vor seinem Tod, rief das selbsternannte „schwarze Schaf vom Niederrhein“ einen Preis für Künstler des politischen und gesellschaftskritischen Kabaretts ins Leben. Name des alle zwei Jahre verliehenen Preises: Das Schwarze Schaf.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Als die RuhrTriennale zusammen mit dem Berliner Maxim Gorki Theater die „Uraufführung“ von Günter Grass‘ „Die Blechtrommel“ ankündigte, kam aus Polen schnell Widerspruch. Bereits 2007 war dort der Jahrhundertroman in Anwesenheit des Autors auf die Bühne gekommen. Wer jetzt die Aufführung in der Bochumer Jahrhunderthalle sah, muss sich über den entgangenen Werbeeffekt nicht grämen.

Irrlichterndes Begehren
„Le Nozze di Figaro“ an der Oper Köln – Oper in NRW 02/26
Gleichheit und Freiheit
„Grund und Boden“ in K21 in Düsseldorf – Kunst in NRW 02/26
Frischer Wind
Louis Philippson im Konzerthaus Dortmund – Klassik an der Ruhr 02/26
Nie erkaltender Stoff
„I Capuleti e i Montecchi“ in der Kölner Philharmonie – Klassik am Rhein 02/26
Keine Entspannung
Kulturmanagerin Mechtild Tellman über die Zukunft des Tanzes – Tanz in NRW 02/26
Spiel mit der Psyche
Hofesh Shechter gastierte mit seiner Tanzkompanie in Köln – Tanz in NRW 01/26
Ab in die Hölle
Zwei Opern mit Bezug zu Dantes „Inferno“ in Gelsenkirchen – Oper in NRW 01/26
Hymne an Liebe und Toleranz
„Der Barbier von Sevilla“ an der Oper Bonn – Oper in NRW 01/26
Aus der Perspektive
Ingrid Wiener im Marta Herford – Kunst in NRW 01/26
Väter und Söhne
Christoph und Julian Prégardien in Dortmund und Köln – Klassik an der Ruhr 01/26
Dirigat mit Temperament
Konzerte mit dem neuen Kölner GMD Andrés Orozco-Estrada – Klassik am Rhein 01/26
Völlig natürlich atmen
Gitarrist Bill Frisell im Dortmunder Domicil – Improvisierte Musik in NRW 01/26
Vom Ausstellen
Hans-Peter Feldmann im Kunstpalast Düsseldorf – Kunst in NRW 12/25
Internationales Silvesterfest
Künstler von drei Kontinenten begegnen sich in Köln – Klassik am Rhein 12/25
Bach mit E-Gitarre
Das Ensemble Resonanz in Köln und Dortmund – Klassik an der Ruhr 12/25
Orgeltrio mit frischem Sound
„Deadeye“ im Kölner Stadtgarten – Improvisierte Musik in NRW 12/25
Tanz schärft die Sinne
IP Tanz feiert 30. Geburtstag – Tanz in NRW 12/25
Liebe überwindet den Tod
„Orpheus und Eurydike“ am Gelsenkirchener MiR – Oper in NRW 12/25
Ein letzter Gruß
Das Hagen Quartett verabschiedet sich vom Kölner Publikum – Klassik am Rhein 11/25
Ein vergessener Streik
„Baha und die wilden 70er“ am Kölner Comedia Theater – Musical in NRW
Wachsende Szene
Das 5. Festival Zeit für Zirkus startet in NRW – Tanz in NRW 11/25
Liebe gegen alle Widerstände
„Roméo et Juliette“ in Krefeld – Oper in NRW 11/25
Singende Fische
„Die Frau ohne Schatten“ am Theater Bonn – Oper in NRW 11/25
Über Macht und Identität
Die Herner Tage Alter Musik 2025 – Klassik an der Ruhr 11/25
Die Geschichten in einem Bild
Gregory Crewdson im Kunstmuseum Bonn – Kunst in NRW 11/25