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Made in China

Das Problem ist... Papa

15. Juli 2019

Die Filmstarts der Woche

François (Frédéric Chau) ist glücklich mit seiner französischen Freundin Sophie (Julie de Bona), hat allerdings jeglichen Kontakt mit seiner chinesischen Familie abgebrochen. Als ihm Sophie verkündet, dass sie schwanger ist, kann sich François nicht länger davor drücken und sucht nach zehn Jahren der Funkstille wieder den Kontakt zu seinem Vater Meng (Bing Yin). Dieser bleibt aber zunächst weiterhin auf Distanz, aber durch François‘ lebensfrohen besten Freund Bruno (Medi Sadoun) wird so manche Hürde gemeistert und das Eis innerhalb der Familie langsam aber stetig zum Schmelzen gebracht. Den drei Drehbuchautoren, unter ihnen auch Chau, und dem bislang noch relativ unbeleckten Regisseur Julien Abraham („La cité rose“) ist es mit „Made in China“ sehr überzeugend gelungen, das tragikomische Porträt eines Migrantensohns in zweiter Generation zu zeichnen. Die Probleme, Ressentiments und Vorurteile, die dem visuell direkt als Ausländer einzustufenden Asiaten in Frankreich entgegenschlagen, sind universell auf die unterschiedlichsten Migranten und Mischlingskinder übertragbar und deswegen kultur- und länderübergreifend verständlich. Frédéric Chau weiß, dass man vielen dieser Vorbehalte und Stereotypen am besten mit Humor begegnen kann, um diese zu entschärfen und die Sympathien des Gegenübers zu erringen. Das gelingt ihm auch in diesem Film sehr gut, der die überaus ernsten und dramatischen Ereignisse immer wieder mit Humor durchbricht und auf diese Weise überzeugend auflockert.

Héloïse (Sandrine Kiberlain) hat drei Kinder, zwei davon sind schon, wie der Vater, aus dem Haus. Nesthäkchen Jade lebt noch bei ihr und wird großzügig umsorgt. Dann aber wird auch die Jüngste flügge: Jade zieht es zum Studium nach Kanada. Und die Mutter kann nicht loslassen. Plötzlich allein, muss sie ihr Leben noch einmal neu ausrichten. Was kann da noch schiefgehen?! Lisa Azuelos  die uns vor Jahren einen der schönsten Coming-of-Age-Filme („LOL“) geschenkt hatte, ist die Tochter des Nouvelle-Vague-Stars Marie Laforet, die einst mit Jean-Paul Belmondo vor der Kamera stand. Dessen Enkel Victor spielt nun den Bruder des letzten Nestflüchtlings Jade (Thaïs Alessandrin), die wiederum im wirklichen Leben die Tochter der Regisseurin ist. Da auch noch die bezaubernde Sandrine Kiberlain die Rolle der vor einem neuen Lebensabschnitt stehenden Mutter übernommen hat, ist in „Ausgeflogen“ bestes französisches SchauspielerInnen-Kino garantiert.

Außerdem neu in den Ruhr-Kinos: Marcela Saids Ehe-Drama „Los Perros“, Yann Gonzalez' Giallo-Thriller „Messer im Herz“, Johanna Pauline Maiers Drama „Un café sans musique c'est rare à Paris“, Luc Bessons nächste Nikita-Nachfolgerin „Anna“, Lars Klevbergs Chucky-Neustart „Child's Play“ und, bereits ab Mittwoch, Jon Favreaus fotorealistisch animiertes Disney-Remake „Der König der Löwen“.

Redaktion trailer-ruhr.de

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