„Um Gottes Willen, alles, nur nicht Elvis Presley! Eher bei McDonald‘s.“ Das soll Carlos Santana jüngst auf die Frage geantwortet haben, ob er vielleicht in der Elvis-Kirche in Las Vegas heiraten wolle. Mehr als dreißig Jahre war er mit Deborah verheiratet, drei Kinder segneten die Ehe.
Im Vergleich zu den Kapriolen der letzten Monate war es über 40 Jahre lang richtig ruhig und gemütlich rund um das Freizeitzentrum West. Der Laden, von Freunden und Anwohnern im Dortmunder Westen liebevoll FZW abgekürzt, war ein klassisch-sozialdemokratisches Stadtteilzentrum mit Jugend- und Kulturveranstaltungen verschiedener Art und, als besonderem Fokus, Pop-Konzerten.
2010 wurde nicht nur bei uns Kulturhauptstadtjahr gefeiert, sondern auch anderswo in Europa, im ungarischen Pécs und in Istanbul. Ausschnitte aus beiden Kulturen gab es entsprechend in Nordrhein-Westfalen zu sehen, etwa in der Reihe „Scene Ungarn in NRW“ mit Beiträgen aller Gattungen. Oder im Hagener Osthaus Museum mit der Istanbuler Kunstsammlung Humar Kabakcı, welche die Stadt am Bosporus als Zentrum der türkischen Avantgarde präsentierte, das Tradition mit Weltoffenheit paart und zwischen Ost und West vermittelt.
Als ich vor Jahren meinen Sohn zum ersten Mal mit nach London nahm, um ihn an meiner Musical-Leidenschaft teilhaben zu lassen – natürlich in der Hoffnung, sie würde sich auch auf ihn übertragen – wollte ich nach einer Woche Musical-Marathon wissen, welches ihm nun am besten gefallen habe. „Me and my Girl“ antwortete er ohne Zögern. „Und warum?“, fragte ich erstaunt, hatte ich doch eher mit einem der spektakulären Webber-Musicals („Phantom in der Oper“, „Cats“) oder einem der großartigen Revivals wie „Oliver“ oder „Finians Rainbow“ gerechnet.
Es weihnachtet auf den Bühnen – keineswegs nur auf denen der Kindertheater. Auch beim erwachsenen Publikum kommen märchenhafte Stücke zur Adventszeit gut an. So dürfte es kein Zufall gewesen sein, dass Dortmunds scheidende Opernintendantin Christine Mielitz die Premiere von Antonin Dvořáks „Rusalka“ in den Dezember legte. Die romantische Tragödie der „tschechischen Undine“, die seit einigen Jahren vermehrt auf westlichen Bühnen auftaucht, ist der Inbegriff der Märchenoper.
Für manchen frommen Kirchenmusiker steigt hier der Leibhaftige persönlich über die Königin der Instrumente. Cameron Carpenter heißt das erschreckende Wesen. Zum Konzert an der Orgel erscheint er im weißen hautengen Trikot wie ein Olympionike der Eisbahn...
Dass Düsseldorfs Tanz-Fans seit Jahren von der choreografischen Vielfalt und Produktionsfreude der Kölner Tanzszene profitieren, ist auch dem aufmerksamen Düsseldorfer Beobachter hinlänglich bekannt. Kaum ein Monat vergeht, ohne dass auf dem Spielplan des Tanzhaus NRW in Düsseldorf nicht auch Kölner Choreografinnen zu finden sind.
Die Rockford Kabine versteckt sich hinter dicken Mauern. Mitten im Bochumer Westen zwischen Jahrhunderthalle und Marienkirche haben Stefan Zweers und Jochen Berndt einen ehemaligen Hochbunker zu ihrem Arbeitsplatz gemacht. Hier sitzen sie Abend für Abend im Tonstudio, um Musik für ihr Projekt Rockford Kabine auf den Punkt zu bringen. Wobei dies eigentlich ein aussichtsloses Unterfangen ist.
„Jazz goes to Kur“ im Herbst in Bad Wörishofen, „Swing goes to the opera“ zu Weihnachten in Nürnberg, in Köln hieß es im vergangenen Monat „Jazz goes Pascha“ – das ist der Nightclub im Ensemble mit dem „Größten Laufhaus in Europa, Bordellerlebnis auf sieben Etagen“ - so wirbt die Internet-Seite. Hier spielten für einen mäßigen Eintritt Musiker der ehrenwerten WDR Big Band im Quartett auf, inklusive aller Getränke plus dem Pascha-Showprogramm – als Betthupferl. Vielleicht beichte ich Ihnen im Januar meinen Besuch, natürlich nur den musikalischen Teil.
Joseph Beuys, geboren 1921 in Krefeld, aufgewachsen in Kleve, gestorben 1986 in seinem Atelier in Düsseldorf, ist derzeit in aller Munde. Natürlich, mit seinen Arbeiten in den Museumssammlungen und als legendärer Protagonist der Avantgarde war er stets präsent. Schließlich gibt es kaum einen Künstler, der so in die Gesellschaft hineinstrahlt. Beuys führte Aktionen in der Öffentlichkeit durch, stellte sich dieser in Interviews und ging beharrlich seinen Entwürfen zwischen Mythologie, Alchemie und Anthroposophie nach, verwoben mit seiner Biographie. Leben und Kunst waren für ihn nicht zu trennen. Dies förderte noch die Wahrnehmung über Attribute, sein Auftreten mit Hut und Pelzmantel und seine Verwendung „billiger“ Materialien wie Filz und Fett.

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