Der kleine Arco wächst in einer futuristischen Welt auf, in der Wohnhäuser auf Gerüsten der Erde entrückt in den Himmel sprießen und freundliche Roboter den Menschen dienstleistend zu Hilfe stehen. Eines Tages macht sich Arco heimlich vom Acker und landet 20 Jahre früher in der Vergangenheit. Dort machen schon bald drei skurrile Männer Jagd auf ihn. Arco findet Hilfe bei der zehnjährigen Iris. Das französische Animationsabenteuer „Arco – Eine fantastische Reise durch die Zeiten“ von Ugo Bienvenu braucht sich mit seinen wundervoll gestalteten Welten und seiner Detailverliebtheit vor der internationalen Konkurrenz nicht zu verstecken. Regisseur Ugo Bienvenu erzählt mit viel Witz und Spannung ein wendungsreiches Abenteuer, das auch einer besseren Star Trek-Folge gut stehen würde und das Kindern ab acht Jahren ans Herz gelegt sei.
Wadim Baranow (Paul Dano), klug und gebildet, erwächst vom Regisseur im Avantgard-Theater des postsowjetischen Moskaus zu Putins (Jude Law) Strippenzieher. Vorbild zu Baranows Figur ist Wladislaw Surkow, langjähriger Berater des Kreml-Chefs. Autor Giuliano da Empoli hat Olivier Assayas („Carlos – Der Schakal“) bewusst für die Verfilmung seines Romans „Der Magier im Kreml“ ausgewählt. Buch wie Film legen zeitgenössische politische Machtmechanismen und Manipulationsstrategien offen, in der sich ein Putin von einem Trump am Ende darin unterscheidet, dass er keinen Friedensnobelpreis anstrebt. Ein unterhaltsames Lehrstück, mal augenzwinkernd, mal brutal – und immer entlarvend. Dem sanften Schurken Baranow hätte etwas mehr Figurentiefe gestanden, insgesamt aber eine famose Satire mit hervorragendem Cast.
Außerdem neu in den Ruhr-Kinos: die Doku „It’s never over, Jeff Buckley“ von Amy Berg, die Liebesgeschichte „The History of Sound“ von Oliver Hermanus, das Außenseiterdrama „Skunk“ von Koen Mortier, die Krimikomödie „How to Make a Killing – Todsicheres Erbe“ von John Patton Ford und das Horror-Sequel „Ready or Not 2“ von Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett.
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