Wahrscheinlich hätte er es heute in jeder Zeitschrift schwer, als Autor Fuß zu fassen: Spätestens als die Weimarer Republik Anfang der 1930er Jahre schon ihrem Untergang entgegen taumelte, formulierte Kurt Tucholsky in seinen satirischen Beiträgen scharfe Gesellschaftskritik. Nicht nur für die Nazis war der „kleine dicke Berliner“, der, wie sein Dichterkollege Erich Kästner damals schrieb, „mit der Schreibmaschine eine Katastrophe aufhalten wollte“, ein nerviger Querdenker.
Anlässlich seines 80. Todestages am 21. Dezember widmet die Theatergruppe „WortSinnWeisen“ dem Journalisten und Schriftsteller, der in den renommierten Zeitschriften seiner Zeit unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel publizierte, eine szenische Lesung – mit noch immer aktuellen und unbequemen Texten. „Soldaten sind Mörder“, schrieb Tucholsky damals etwa. Auch diesen Satz würden heute nur die wenigsten Zeitungen drucken, wenn die Bundeswehr wieder auszieht…
„Gruß nach vorn – Tucholsky zwischen gestern und morgen“ | Fr 18.12. 20 Uhr | Bahnhof Langendreer | bahnhof-langendreer.de
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