Manchmal wird der Traum von Literaturveranstaltern wahr: Man bucht über Monate vorab eine Lesung und zwischen Vertragsabschluss und Veranstaltung erhält die gebuchte Autorin einen der wichtigsten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Der Lüdenscheiderin Lena Schätte ist es in diesem Jahr gelungen, in Klagenfurt nicht nur den Bachmannpreis zu erhalten, sondern auch noch den Publikumspreis. Ihr preisgekrönter Text dreht sich um ein übergewichtiges Mädchen und thematisiert eindrücklich Ausgrenzung und Selbstbehauptung. Damit knüpft sie an ihren Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ aus dem vergangenen Jahr an, der eigentlich im Zentrum der Oberhausener Lesung steht. Hier greift sie ungeschönt die Problematik des Alkoholismus innerhalb einer Familie auf. Karten sollte man sich rechtzeitig reservieren – falls nicht noch der Umzug in eine größere Location erfolgt.
Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters | Fr 28.8. 19 Uhr | Klumpen Moritz, Oberhausen | www.literaturhaus-oberhausen.de
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