Noch steht es nicht im Lexikon der populären Irrtümer: das Tanzland NRW. Doch es hat beste Aussichten, dort aufgenommen zu werden. „Tanzland“, so erklärte Kulturstaatssekretär Grosse-Brockhoff kürzlich, solle zum kulturellen „Label“ von NRW werden.
Es klopft, es brummt, es quietscht, es pfeift, es prustet. Nichts Ungewöhnliches für einen Konzertsaal, in dem sich manchmal mehr als einhundert Musikanten genau zu diesem Zwecke organisieren, um im Normalfall ein möglichst harmonisches Ergebnis zu erzielen...
Kölns renommiertes Theater der Keller soll mit dem Theater im Bauturm fusionieren, das ist seit Monaten bekannt. Doch noch bevor der Zusammenschluss steht, wurde jetzt schon einmal dem amtierenden Intendanten Hanfried Schüttler der Stuhl vor die Tür gesetzt.
Ein wenig ist Mode, ganze Sammlungen ferner Museen für einige Zeit auszustellen. Logistisch ist es ohnehin einfacher, wenn die entliehenen Kunstwerke aus einer Quelle und nicht aus allen Himmelsrichtungen kommen.
Einsam recken sich zwei Arme aus der stillen See. Heftig fuchteln sie in der Luft und eine delikate Stimme ruft: „Jazz, Swing, Blues, mit Pfiff arrangiert, sie sind nicht tot! Die alten Songs besitzen unsterbliche Reize, sie liefern ja nur das Podest, auf dem wir tanzen, spielen und singen.“
Vor dem iPhone gibt es kein Entkommen. Immer wenn an einer der zahlreichen Hochkulturspielstätten des Ruhrgebiets in Großbuchstaben “POP” angeschlagen ist, kann man sich einer Sache sicher sein: Während der Zugabe wird der Blick auf die Bühne durch ein grobpixeliges Handy-Display in der Reihe vor einem verdoppelt.
Wer hätte damals gedacht, dass die „West Side Story“ auch 50 Jahre nach ihrer Premiere nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Das Migranten-Problem brennt immer noch vielen Ländern unter den Nägeln.
Tanz in Köln, das ist eine groteske Leidensgeschichte. Mit viel Glück könnte 15 Jahre nach Abschaffung der eigenen städtischen Kompagnie vielleicht 2011 wieder ein Ensemble gegründet werden.
Samson, der seine Kraft in den Haaren trägt wie die indischen Schönheiten aus Bollywood, ist kein Tristan und kein Romeo, und Dalila ist keine Julia, aber rachsüchtig wie Isolde.
Der Ausnahmezustand hat schon vor zwei Monaten eingesetzt, und er dauert zunächst noch bis Juni – wie jedes Jahr. Es ist Festivalzeit in NRW, und da in diesem Jahr mit der Biennale in Siegen und K 15 in Bochum gleich zwei neue Events auf der Agenda stehen...

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