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Hauptursache gesundheitsgefährdenden Lärms: der Verkehr
Foto: creativenature.nl / Adobe Stock

Der stille Kampf gegen den Lärm

25. Mai 2022

Die Niederlande bauen seit Jahrzehnten Maßnahmen gegen Lärmbelastung aus – Vorbild Niederlande

Laut dem Bericht ,,Environmental noise in Europe – 2020'' der Europäischen Umweltagentur (EUA) gibt es zwei übergreifende Probleme, die Europäische Länder mit Umgebungslärm haben bzw. haben werden: Erstens können gewisse Lärmpegel gesundheitsschädlich sein, zweitens wird die Zahl derer, die darunter diesem ausgesetzt sind, in den nächsten Jahren vermutlich steigen. Die gesundheitlichen Folgen können beispielsweise Lern- oder Schlafstörungen sein, aber es würde auch vermehrt Fälle koronarer Herzkrankheit sowie verfrühte Todesfälle geben. In genauen Zahlen geht die EUA von 48.000 neuen Fällen der koronaren Herzkrankheit und 12.000 Todesfällen im Jahr aus. Die Hauptursache des Lärms: der Verkehr.

Was kann man dagegen tun? Die Niederlande bieten sich als Beispiel an, da sowohl große Teile der Bevölkerung unter Lärm leiden, aber auch bemerkenswerte gesetzlich verankerte Maßnahmen existieren, diesen zu bekämpfen.

In den Niederlanden ist das Ministerium für Infrastruktur und Wassermanagement auch für Umweltverschmutzung durch Lärm zuständig — wobei die letztliche Entscheidungsgewalt oft lokal verordnet ist. Im Bereich ,,Umwelt'' wird Lärm auf der Website der Niederländischen Regierung als einer von neun Hauptpunkten angeführt. Nicht nur wird auch hier vor den gesundheitlichen Schäden gewarnt, es werden auch konkrete Maßstäbe für Straßen, Schienenverkehr, Luftverkehr und Firmen gegeben – drei von vier Punkten beziehen sich auf Verkehrslärm. Zu den Maßstäben gehören beispielsweise lärmreduzierende Methoden wie ,,low-noise asphalt'' oder auch Dämpfungselemente für Schienen. Es gibt aber auch eine Vielfalt an weiteren Möglichkeiten, dazu zählen Tempolimits oder die Isolierung von Häusern. Wer dadurch Probleme hat, meldet sich bei den Behörden und falls als notwendig befunden, werden eine oder mehrere Maßnahmen umgesetzt.

Der legislative Ursprung dieser Maßnahmen lässt sich im Noise Pollution Act von 1979 finden. Heutzutage gilt dieser als Grundlage für akzeptables Lärmniveau von Geschäften in industriellen Gegenden. Doch Lärmregulierung ist auch an vielen weiteren Stellen gesetzlich verankert: Zum Beispiel legt das Environmental Management Decree fest, wie die Regeln für Lärm von kommerziellen Tätigkeiten an allen anderen Orten sind, und der Working Conditions Act beinhaltet Regeln für Lärm am Arbeitsplatz.


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Charleena Schweda

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