Ach, wären sie doch nur nicht so aktuell, Kurt Tucholskys Texte aus der Weimarer Republik: die reaktionären Kräfte von Beginn an attackierend, später den aufziehenden Faschismus erkennend, eine Gegenwelt aus Sprachstilistik und Lebensgenuss dagegen setzend. Da wurde um jedes Wort gerungen, damit sich seine Texte bis heute so flüssig lesen. Einige seiner Gedichte hat der Schauspieler Robert Stadtlober vertont und gastiert mit seinem Musikprogramm im Schauspielhaus. Das passt sehr schön zur erwarteten Premiere von Der letzte Sommer, angelehnt an Tucholskys 1931 geschriebene Sommergeschichte Schloss Gripsholm. Wieviel Leichtigkeit dürfen wir uns erlauben, 1931 und 2026?
Robert Stadtlober: Eine Reise durch die Zeit mit Kurt Tucholsky (Musikalische Lesung) | 12.11., 19:30h | Bochum, Kammerspiele
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?
Als unabhängiges und kostenloses Medium ohne paywall brauchen wir die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser. Wenn Sie unseren verantwortlichen Journalismus finanziell (einmalig oder monatlich) unterstützen möchten, klicken Sie bitte hier.

Eine Liebesgeschichte
„Das Herz im Winter“ von Kevin Barry – Textwelten 11/26
Naturgewalten
„Das Unwetter“ von David Wautier – Vorlesung 10/26
Wie viel Wut ist genug?
„Honey“ von Imani Thompson – Literatur 10/26
Die Grande Dame der Erotik
„Das Reine und das Unreine“ von Colette – Textwelten 10/26
Odyssee eines Spielzeugs
„Das Puppenhaus auf dem Schiff“ von Thomas Harding / Anna Sarfatti und Britta Teckentrup – Vorlesung 09/26
Kater mit schlitzohrigem Charme
„Fred“ von Posy Simmonds – Vorlesung 09/26
Mauer des Schweigens
„Eine einfache Wahrheit“ von Corinna Krenzer – Literatur 09/26
Orgasmus in der Küche
„Auf den Bildern“ von Annie Ernaux und Marc Marie – Textwelten 09/26
Verglimmende Hoffnung
„Zündhölzer“ von Yevgenia Belorusets – Literatur 08/26
Das Unaussprechliche des Familienlebens
„Vertraute Gespenster“ von Anna Ruchat – Textwelten 08/26
Der Hungerartist
Wolfgang Welt: Lesung aus Briefen des Bochumer Schriftstellers in Düsseldorf – Literatur 07/26
Auf sich gestellt
„Wir gehen mal los“ von Raffaella Romagnolo – Literatur 07/26
Schule mit Herz und Humor
„Shrimpie und ich“ von Moni Port und Claudia Weikert – Vorlesung 06/26
Die eigene Karte als Kompass
„Ich mal mir meine Welt“ von Nicola Davies – Vorlesung 06/26
Kalter Krieg im Ruhrpott
„Weiße Westen, schwarze Nächte“ von Sabine Hofmann – Literatur 06/26
Verzaubernd
Black Sea Dahu im Ebertbad Oberhausen
Das Leben in einer Industrieregion
Eine Geschichte des Uranbergbaus im LWL-Museum in Witten
Lichter überall
„Nächte der Lichtkunst“ entlang des Hellwegs
Wieder an Ort und Stelle
Eine Skulptur für die Villa Hohenhof in Hagen
Die Kunst des Unfertigen
Slow Leaves in Schermbeck
Weder zu hart noch zu weich
Oakfarm am Südrock Essen
Menschen unterwegs und vor der Kamera
Ruth Orkin in einer Retrospektive in Oberhausen
Unsichtbares sichtbar machen
Ingo Günther gleich zweimal in Duisburg
Skulptur auf der Fläche
Malerei und Zeichnung von Wilhelm Lehmbruck in Duisburg
Ungewohnte Kombinationen
Lucienne Renaudin Vary im Konzerthaus Dortmund