Die legendären Autokinos sind mittlerweile rar gesät. Seit über 20 Jahren leitet Frank Peciak das Essener Autokino und schwärmt immer noch von dem besonderen Kinoerlebnis. Und jede Woche gibt’s obendrein einen Floh- und einen Automarkt.
Seit Jahrzehnten engagiert sich Marianne Menze in den Essener Filmkunsttheatern für anspruchsvolle Filmkunst und für Kinos, die dieser Kunst würdig sind.
Der Studienkreis Film (SKF) an der Ruhr Uni Bochum gehört zu den ältesten Filmclubs. Als Verein zeigt der Filmclub in einem Hörsaal auf riesiger Leinwand regelmäßig Programm, heiß erstritten von den meist studentischen Mitgliedern.
Seit Anfang des Jahres präsentiert das „Kino im U“ ein regelmäßiges Filmprogramm in Kooperation mit den Partnern im Dortmunder U und vielen Initiativen. Barbara Fischer-Rittmeyer leitet das Kino.
Seit 1978 macht die Filminitiative Herdecke Programm, und seit fast 20 Jahren betreibt dieser Filmclub das charmante, kleine Kino Onikon im Kulturhaus. Hier gibt es Filme zu sehen, zusammengestellt von Bürgern für Bürger.
Ein neues, junges Team betreibt seit acht Monaten das alteingesessene Roxy Kino in der Dortmunder Nordstadt. Sascha Kirchhoff, Holga Rosen, Michael Markefka bringen frischen Wind und einen coolen Touch in das wunderschön renovierte Kino aus dem Jahre 1932.
Das kleine Kino mit dem besonderen Charme in Essen-Rüttenscheid liegt im Souterrain. Die Zuschauer betreten den 43-Plätze-Saal praktisch vom Bürgersteig direkt neben der Leinwand.
Mitte der 80er Jahre wurde der ehemalige Bahnhof Langendreer besetzt und als Kulturzentrum erschlossen. Im alten Wartesaal 1. Klasse eröffnete 1988 das Endstation.Kino und überzeugt seitdem mit einem anspruchsvollen Kunstkino-Programm für Filmliebhaber, das regelmäßig ausgezeichnet wird.
Im Hagener Kulturzentrum Pelmke, das seit 24 Jahren existiert, gibt es seit 1996 auch eine Filmsparte, die unter dem Namen „Babylon“ Filmkunst in den Stadtteil Wehringhausen bringt.
Mit viel Liebe und einer gehörigen Portion Selbstausbeutung sind Peter Fotherinham, Frank Haushalter und Suse Solbach seit fast zehn Jahren mit ihren legendären 16mm Film-Events am Start. Seit 2009 betreiben die Sweeties nun das Kino im Depot in Dormund.
Das einzige Filmkunstkino Mülheims, das Rio, wurde 1995 eröffnet, stellte seinen Spielbetrieb allerdings vorübergehend im März 2007 ein. Im Oktober 2009 wurde es im neu errichteten MedienHaus Mülheim an neuer Spielstätte wiedereröffnet.
Seit den 50er Jahren gibt es das Bochumer Innenstadtkino am Engelbertbrunnen. Das ehemalige „Intime Theater“ wurde Ende der 80er Jahre in „Casablanca“ umbenannt.
1931 eröffnete Familie Pesch mit der Lichtburg ein Oberhausener Innenstadtkino, das auch heute noch als Familienbetrieb geführt wird. Seit mehr als 25 Jahren ist Petra Rockenfeller mit dem Haus verknüpft, in dem sie sich bereits jobbend ihr Studium finanzierte. Als Theaterleiterin war sie maßgeblich am großen Umbau 2002 beteiligt, der aus einem Kinocenter mit 70er-Jahre-Flair ein modernes Festivalkino machte. Denn hier finden alljährlich die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen statt, in diesem Jahr vom 5. bis 10. Mai.
Seit 1959 bot die Volkshochschule Duisburg unter dem Namen „filmforum“ Veranstaltungen zu filmkulturellen Themen an. 1970 hatte sich die Idee so weiterentwickelt, dass daraus das erste Kommunale Kino des Landes hervorging. 1980 zog man an den derzeitigen Standort am Dellplatz um. Seit 1984 ist Kai Gottlob, der aktuelle Geschäftsführer, für das Filmforum tätig. Neben seinem vielseitigen Programmkinoangebot bietet das Filmforum auch medienpädagogische Seminare an und verwaltet die filmhistorische Sammlung der Stadt Duisburg.
Als die Lichtburg 1928 eröffnet wurde, galt sie als modernstes Kino Deutschlands. Auch im Jahr 2011 beherbergt die „alte Dame des Ruhrgebiets“ den größten Kinosaal des Landes. 2003 wurde der restaurierte und renovierte sowie unter Denkmalschutz stehende Bau feierlich wiedereröffnet. Unter der Leitung von Marianne Menze hat das Kino daraufhin seine Bedeutung als wichtiges Premierenkino wiedererlangt. Schon in den 50er und 60er Jahren flanierten hier Stars wie Gary Cooper und Romy Schneider über den Roten Teppich.
„Wie Kirmes und Zirkus zugleich“
Das Autokino in Essen – Kino.Ruhr. 05/12
„Wir lieben unsere Kinos“
Marianne Menze über das Essener Eulenspiegel - Kino.Ruhr 04/12
Kino nicht nur für Studenten im SKF
Kino.Ruhr 03/12
Alles vom Stummfilm bis zum Handyfilm
Das neue Dortmunder „Kino im U“ – Kino.Ruhr 02/12
Basisdemokratische Filmwahl
Kino Onikon Herdecke – Kino.Ruhr 01/12
Frischer Wind im renommierten Haus
Das Roxy Kino in der Dortmunder Nordstadt – Kino.Ruhr 12/11
Kassiert wird am Platz
Das Galerie Cinema ist eines der ersten Programmkinos in Deutschland – Kino.Ruhr 11/11
Alles außer Mainstream
Endstation.Kino - Kino.Ruhr 10/11
Demokratisches Kino
Im „Babylon“ in Hagen nimmt man sich Zeit für das Erlebnis Film - Kino.Ruhr 08/11
„Wir sind die Bewahrer des Filmguts“
Die drei MacherInnen des Dortmunder Kinos sweetSixteen sind nach jahrelangem Engagement endlich sesshaft geworden – Kino.Ruhr 07/11
Vom Digitalen zum Analogen
Im Mülheimer Rio-Kino wechselt eine Videokünstlerin die Filmrollen - Kino.Ruhr 07/11
Direkter Draht zum Publikum
Im Bochumer Casablanca reißt der Chef selbst die Karten ab - Kino.Ruhr 06/11
Ohne Altersbeschränkung
Die Lichtburg Oberhausen weckt die Lust aufs Kino - Kino.Ruhr 05/11
Kino als Schule
Im Filmforum Duisburg kann man Filme sehen lernen - Kino.Ruhr 04/11
Premierenkino
In der Essener Lichtburg wird der Rote Teppich ausgerollt - Kino.Ruhr 03/11
Die Schauburg in Dortmund setzt auf Programmvielfalt
Kino.Ruhr 02/11