Der Pate
USA 1972, Laufzeit: 175 Min.
Regie: Francis Ford Coppola
Darsteller: Marlon Brando, Al Pacino, James Caan, Robert Duvall, Richard Castellano, Sterling Hayden, John Marley, Richard Conte, Diane Keaton, Al Lettieri, Abe Vigoda, Talia Shire, Gianni Russo, John Cazale, Al Martino, Morgana King, Simonetta Stefanelli
Streckenweise erstaunlich schlechte Regie...
Matt513 (25), 21.02.2012
Endlich habe ich diesen großen Film komplett und dazu auf der Leinwand gesehen. Vorneweg, ein absolutes Muß, Brando und Pacino alleine, zwei absolute Giganten des Kinos in Höchstform, sind den Besuch jederzeit wert. In weiteren Rollen gefallen James Caan als Sonny, Richard S. Castellano als Clemenza und Al Lettieri als Sollozzo. Und selbst der gute alte Sterling Hayden als Police Officer McCluskey darf nicht fehlen. An diesen Stellen ist der Film 100% authentisch. Auch die ausführlichen Szenen familiären Zusammenseins (Essen, immer wieder Essen, die Hochzeit, die Taufe) tragen dazu bei. Über den Film gibt es genügend postive Empfehlungen.
Was mir auffiel, ist die teils auffällig schwache Regie in den Gewaltszenen. Die sind mitunter sehr stümperhaft inszeniert. Auch ohne scharfes Auge erkennt man, wie Geprügelte abheben, wenn sie geworfen werden, Gianni Russo als tobsüchtiger Ehemann und anschließend Caan als rächender Bruder allzu sichtbar daneben schlagen, Todesschützen daneben zielen oder tödlich Getroffene allzu theatralisch erstarren. Das hätte ich in einem derartigen Klassiker wirklich nicht erwartet.
Fantastisches Sittengemälde
Kinokeule (541), 09.08.2005
In der ersten langen Eröffnungssequenz erleben wir die Familie Corleone um den Paten Vito bei der Hochzeit seiner Tochter. Vito hat drei Söhne: Den aufbrausenden Sonny, den melancholischen Michael und den schüchternen Fredo. Der Anwalt Tom Hagen wird ebenfalls als Familienmitglied gesehen. Donna Corleone ist komischerweise in allen 3 Teilen kaum wahrnehmbar.
Wir haben es hier mit einem Staat im Staate zu tun. Ein komplexes Netz aus Abhängigkeiten und Willfährigkeit, gepaart mit äußerstem Machtbewußtsein hat sich inmitten der USA etabliert. Die ?Familien? in New York müssen sich ständig in ihren Geschäften abgrenzen, fürchten sich selbst aber mehr als die Polizei.
Zum wesentlichen Konflikt kommt es, als Vito Corleone in das Drogengeschäft einsteigen soll und es dabei zu Konflikten mit einem weiteren Mafiapaten kommt. Die Gewalt eskaliert nach einem Attentat auf Vito Corleone. Im Gegenzug werden die Gegner Corleones von dem jungen Michael ermordet und auch in der eigenen Familie wird noch Blutzoll gefordert.
Michael geht ins sizilianische Exil, in das Land seiner Vorfahren. Hier sehen wir die Wurzeln der Gewalt, denen sich Michael nicht entziehen kann. Zurück in New York steigt Michael in die Fußstapfen seines Vaters, der sich nach dem Attentat nicht mehr erholt hat.
Am Ende explodiert Michaels Gewaltbereitschaft in weiteren Morden an seine Konkurrenten. Zwar setzt er sich damit an die Spitze der Mafia fest. Allerdings isoliert er sich auch zusehends in seinem Privatleben, was in der Trennung von seiner Frau Kay endet.
Epische Breite, Stilsicherheit, komplexe Geschichte, unverbrauchte Schauspieler, genialer Soundtrack, detailgenaue Darstellung, Spannung und perfekter Rhythmus. Dieser Film, zusammen mit Teil II zählt zu den Meilensteinen des amerikanischen Kinos der Siebziger und ist bis heute unerreicht.
Großartig, aber,,,
Bridget (27), 07.08.2005
Große Schauspieler und keine Minute Langeweile. Was mich an diesem Film fasziniert ist die ausgewogene Mischung aus Sex and Crime, aus Familiensaga und Maffiaepos. Es stimmt einfach alles, schauspieleriche Leistung, musikalische Untermalung, Schnitt.Die im Film gezeigte Brutalität ist jedoch manchmal hart an der Grenze des Ertragbaren (zum Beispiel die Szene, wo gezeigt wird, wie jemand mit der Garotte umgebracht wird).
Sehnsucht – eine Endstation?
Lisa Lyskavas Dokumentarfilm „Standort Sehnsucht“ im Dortmunder Kino „Sweet Sixteen“ – Foyer 05/12
Deutschlandpremiere im Lieblingskino
Brad Harris mal wieder in Gelsenkirchen – Foyer 05/12
„Schön ist es, aber wen schert das noch?“
„Italy – Love it or leave it“ im Dortmunder Kino im U – Foyer 05/12
Eine Faust im Stress
Bud Spencer im UCI Bochum – Foyer 05/12
Engagiertes Team in den Bergen Nepals
„Out of the Darkness“ im Endstation.Kino Bochum – Foyer 05/12
Technik, die begeistert
Kinoplakatflohmarkt, Führung und Überraschungsfilm in der Schauburg Dortmund – Foyer 04/12
Keyboard im Hals
„Beatboxing“ im U – Foyer 04/12
Der Missbrauch mit dem Missbrauch
„Geschlossene Gesellschaft“ im Endstation Bochum – Foyer 03/12
Ein weißer Fleck auf der Landkarte des Lebens
„Tage, die bleiben“ im Filmstudio Glückauf – Foyer 03/12
Politisches Kino an der Uni
„The Green Wave“ im StudienKreis Film Bochum – Foyer 03/12
Große Bilder in rotem Saal
Programmstart für das „Kino im U“ in Dortmund - Foyer 02/12
Bioprodukte der deutschen Filmlandschaft
50 Jahre Oberhausener Manifest – Film und Diskussion im Filmforum – Foyer 02/12
Ein letzter Rollentausch
„Connie und Carla“ im Metropolis Bochum - Foyer 02/12
Quicklebendig unter Morbiden
Karl Marcovics präsentiert sein Regiedebut "Atmen" - Foyer 01/12
Geschichtsaufarbeitung über bewegte Bilder
„La Isla“ im Endstation Bochum – Foyer 01/12
Zurück ins Leben
„Halt auf freier Strecke“ in der Lichtburg Essen – Foyer 12/11
Sonnenpriester im Eulenspiegel
„Pachakútec – Zeit des Wandels“ im Essener Filmkunstkino – Foyer 12/11
Eine Brücke zwischen Sport und Dokumentarfilm
„Phönix in der Asche“ im sweetSixteen – Foyer 12/11
Mathematische Titel, tote Fische und viel Emotionalität
„Dreiviertelmond“ in der Lichtburg Essen – Foyer 11/11
„Für jene, die im Herzen jung geblieben“
Der Zauberer von Oz im KoKi – Foyer 11/11
Vertrauen
Entstehen eines Bildes im Endstation.Kino – Foyer 11/11
Kunst oder Lüge?
„Bad Boy Kummer“ von Miklós Gimes im Kino Endstation - Foyer 10/11
Schauspielkunst
„Über uns das All“ im Dortmunder U - Foyer 10/11
„Hell“ – hell wie dunkel
Tim Fehlbaum, Hannah Herzsprung, Stipe Erceg und Thomas Wöbke im Essener Astra Theater - Foyer 10/11
Das war der Hammer!
Fred Williamson zu Gast im „Geheimnisvollen Filmclub Buio Omega“ in Gelsenkirchen-Buer - Foyer 09/11
Regiedebütantin dreht Kinderfilm
„Pommes Essen“ wird in Duisburg gedreht – Kino 09/11
Ein Anfang im Kino: Filmvorführung und Diskussion im sweetSixteen
„Im Ghetto. Die Roma von Stolipinowo“ im sweetSixteen Dortmund - Foyer 08/11
Lebenslust
Herbstgold von Jan Terhaven im Essener Astra Theater - Foyer 08/11
Die Nordsee von oben
Am 24. Juli in der Lichtburg, Essen, in Anwesenheit der Regisseure Silke Schranz und Christian Wüstenberg - Foyer 07/11
Filmemacher und Kinomacher gemeinsam auf einer Bühne
Mit einer Gala feierte die Filmstiftung NRW die Verleihung der Kinoprogrammpreise 2010 - Foyer 12/10
Das starke Dokument
Die 58. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen – Festival 05/12
Sie sind zur Zeit nicht auf der Website angemeldet.
Melden Sie sich hier an, um einen Beitrag zu schreiben.