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03/19 Abtreibung

FRAGEN DER ZEIT
Redaktionsskizze: wie trailer & Co. das jeweils nächste Thema planen für choices/Köln, engels/Wuppertal und trailer/Ruhr
Drei Magazine in NRW – ein THEMA

Foto: Viktoria Geis

 

Gesetze gelten. Was auch sonst? Als unveränderlich betrachten wir aber die wenigsten. Vielleicht können wir uns glücklich schätzen, dass manches Gesetz strittig bleibt, gerade dann, wenn es schwierigste Fragen berührt – wie den Konflikt zwischen Selbstbestimmung und Lebensrecht. Der Streit um den Paragraphen 219a dreht sich um diesen Konflikt. Der Paragraph untersagt das Informieren über Schwangerschaftsabbrüche, wenn es zugunsten des eigenen „Vermögensvorteils“ oder „in grob anstößiger Weise“ geschieht. Daraus resultiert auch ein Werbeverbot für ÄrztInnen, die demnach nicht öffentlich darüber informieren dürfen, dass sie Abtreibungen vornehmen. Der Widerstand gegen den Paragraphen erfährt seit Herbst 2017 mit dem Fall der Gießener Allgemeinmedizinerin Kristina Hänel große Aufmerksamkeit. Wie manche ihrer KollegInnen wurde sie zu einer Geldstrafe verurteilt, eben dafür, dass der Leistungskatalog auf ihrer Homepage auch Abtreibungen nennt. Ein Parteienbündnis aus Grünen, Linken und anfangs auch der SPD trat ein für die Abschaffung des Paragraphen, die FDP für eine Reform. Die Union wollte ihn unangetastet lassen, und mit Blick auf den Koalitionsfrieden nahm die SPD bald Abstand von der Forderung, ihn abzuschaffen.Mittlerweile ist ein Kompromissvorschlag gefunden: Danach gilt das Werbeverbot weiterhin, zusätzlich aber eine staatliche Verpflichtung, über medizinische Einrichtungen zu informieren, die Abtreibungen vornehmen.

Medienteil EINS: Gradwanderung der Politik

Ist eine Abtreibung eine Handlung wie jede andere? Nein!, sind wir uns einig. Dem will auch der Gesetzgeber Rechnung tragen. Gerichtsurteile betonen, es geht darum „zu verhindern, dass die Abtreibung in der Öffentlichkeit als etwas normales dargestellt und kommerzialisiert wird“. Manche Redeweise aus dem medizinischen Bereich kann durchaus den Eindruck erwecken, dass es nötig ist, zuweilen daran zu erinnern; Ab welchem Zeitpunkt wir vom Menschen sprechen, ab welchem wir ein menschliches Lebensrecht zusprechen. (Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil ZWEI: Ethische Fragen

Die Debatte um den Unterschied zwischen Mensch und Tier ist seit Jahrhunderten eine Art Rückzugsgefecht. Immer wieder muss der Mensch einräumen, dass der Abstand dann wohl doch nicht so groß ist, wie kürzlich noch geglaubt. Für unseren Umgang mit Tieren hat das weitreichende Folgen –jedenfalls theoretisch. Nicht abgeschlossen ist auch die Frage, wann aus dem werdenden Leben ein menschliches wird. Festlegungen müssen wir trotzdem treffen, auf Grundlage bester und neuester Erkenntnisse und mit Blick auf das, was akzeptiert wirdund umsetzbar ist. (Ein Auszug aus der Detailplanung)

Medienteil DREI: Überholtes Tabu

Werden Frauen gegängelt, wenn ihnen angesichts der so persönlichen und folgenreichen Entscheidung über eine Abtreibung die Informationsbeschaffung erschwert wird; als handele es sich bei schwangeren Frauen um Unmündige, die nicht Nein sagen können, wenn das Angebot einer Abtreibung sie in Versuchung führt?. (Ein Auszug aus der Detailplanung)

 

Ihre trailer-Redaktion

Unsere Fragen – Ihre Meinung

1) Was können die Folgen des Gesetzesbeschlusses sein?

2) Wann ist der Mensch ein Mensch?

3) Was sollte die Politik ändern?


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