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A Ghost Story

Mein Leben als Gespenst

04. Dezember 2017

Die Filmstarts der Woche

David Lowerys „A Ghost Story“ beginnt als Liebesgeschichte eines jungen Paares. Ihre Namen werden im Film nicht genannt. Erst der Abspann listet die beiden als M (Rooney Mara) und C (Casey Affleck). Nach einigen kurzen Szenen, die die beiden in ihrem Haus zeigen, in dem es ihr zufolge spukt, stirbt er bei einem Autounfall. Doch noch in der Leichenhalle erhebt er sich von den Toten – als klassische Version eines Gespenstes: ein weißes Bettlaken mit zwei Löchern. Als solches kehrt er zurück in sein Haus. Was folgt, ist eine Reise durch Zeit und Raum. Eine Meditation über Liebe und Verlust, über unsere Rolle in der Welt. Hier und da verliert sich der Film. Was ihn zusammenhält, ist die brillante Performance von Casey Affleck, der trotz Bettlaken nichts von seiner Ausstrahlung einbüßt.

Sehnaz (Funda Eryigit) ist Psychologin in einem Krankenhaus. Sie führt eine Beziehung mit dem Architekten Cem (Mehmet Kurtulus). Beide sind gutsituiert und wohnen in einem eleganten Haus. Im Krankenhaus trifft Sehnaz auf Elmas (Ecem Uzun). Die 18-Jährige lebte als Ehefrau eines viel älteren Mannes zusammen mit dessen Mutter im Gegensatz zu Sehnaz ein ganz und gar nicht selbstbestimmtes Leben. Als nach einem Unglück Mann und Stiefmutter sterben, während Elmas überlebt, gerät sie unter Mordverdacht. Je länger sich Sehnaz mit dem Fall beschäftigt, desto mehr bemerkt sie ihre eigene, versteckte Unfreiheit in ihrer Beziehung. Yeşim Ustaoğlu erzählt ihr Frauendrama „Clair Obscur“ in ruhigen Bildern, die zwei scheinbar ganz unterschiedliche Schicksale in der Türkei der Gegenwart gegenüberstellt.

Zwischen mehreren Schicksalen bildet ausgerechnet der Tod die Nahtstelle: Ein 17-Jähriger liegt nach einem Unfall hirntot im Koma; seine Mutter und ihr Exmann müssen nun entscheiden, ob die Organe des Jungen gespendet werden sollen. Derweil erfährt eine Frau, die an einer Herzkrankheit leidet, dass ihr Zustand sich verschlimmert hat; eine Transplantation ist ihre einzige Chance. Regisseurin Katell Quillévéré entwickelt in „Die Lebenden reparieren“ rund um diese Organspende-Geschichte faszinierende Porträts der involvierten Figuren (bis hin zu Ärzten und Pflegepersonal), die trotz ihrer Knappheit die Charaktere und ihre Lebensumstände eindrucksvoll Kontur gewinnen lassen. Auch dank der Filmmusik von Alexandre Desplat entsteht so aus Momenten von Leichtigkeit und Tragik, von Schönheit und Schmerz ein Erzählgewebe, das erschütternd lebensvoll wirkt.

Außerdem neu in den Ruhr-Kinos: Hany Abu-Assads Überlebensdrama „Zwischen zwei Leben“, Sean Anders' weihnachtliches Väter-Duell „Daddy's Home 2“, Margarethe von Trottas hölzerne Frauenkomödie „Forget About Nick“ und Christian Pasquariellos SF-Thriller „S.U.M. 1“. Für Kinder starten Ralf Huettners „Burg Schreckenstein 2“ und Timothy Reckarts „Bo und der Weihnachtsstern“.

Redaktion trailer-ruhr.de

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