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Der Hund begraben

Der überflüssige Mann

20. März 2017

Die Filmstarts der Woche

Nach der Firmenübernahme ist Hans (Justus von Dohnányi) entbehrlich. Stattdessen sitzt er nun zu Hause bei Frau (Juliane Köhler) und Teenie-Tochter (Ricarda Viola Zimmerer), die sich auch nicht wirklich für ihn interessieren. Und dann steht ein herrenloser Hund vor der Tür. Endlich ein bester Freund? Ja, aber bloß Mamas. Tja. Und dann klopft ein Fremder (wieder mal großartig: Georg Friedrich) an und will Hans helfen. Sebastian Sterns schwarze Tragikomödie „Der Hund begraben“ spielt mit der Angst, ersetzbar zu sein, und entlarvt dabei die spießbürgerlichen, in Langeweile endenden Träume des Berufs- und Familienlebens. Eine saukomische, deftige Satire über das Scheitern draußen in den Eigenheimsiedlungen.

Zur Erinnerung: 2 Jungs, ein Haschischhandel, getarnt als Pizzaladen. Nun ein Wiedersehen nach 16 Jahren. Man ahnt Übles. Doch Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz  nehmen in „Lommbock“ ihre Rollen als Kai und Stefan mit Leichtigkeit wieder auf. Lange Nonsense-Dialoge über die Entwicklung der Menschheit (stammt von Aliens ab), über die Qualität des Marihuanas (das polnische, gar finnische Sprachtalente auslöst), über die Zukunft. Die will Stefan in Dubai umsetzen, mit Hilfe einer reichen, klugen, schönen, sogar netten Ehefrau. Er muss nur noch aus dem heimatlichen Würzburg die Papiere für die Hochzeit holen. Dass alles anders kommt, ist klar. Aber wie, ist dann doch erstaunlich und lustig. Christian Zübert legt mit Buch und Regie eine herrliche Weiterführung von „Lammbock“ hin.

Mitten in der Nacht wird Catherines (Sandrine Bonnaire) 17-jährige Tochter verhaftet: Sonia (Noémie Merlant) hat sich dem Dschihad angeschlossen und einen Terroranschlag geplant. Auch Sylvie (Clotilde Courau) ahnt nicht, dass ihre stille Mélanie (Naomi Amarger) über Handychat von einem IS-Anwerber indoktriniert wird und bald als dessen Braut nach Syrien reisen will. In klug verschachtelten Episoden puzzelt die Französin Mention-Schaar („Die Schüler der Madame Anne“) in „Der Himmel wird warten“ die islamistische Gehirnwäsche zweier Teenies zusammen. Während die Szenen, in denen Sonia und Mélanie schrittweise zu Niqab tragenden Fanatikerinnen mutieren, oft am Klischee leiden, sind es die Gespräche betroffener Familien mit der in Frankreich prominenten Entradikalisierungs-Arbeiterin Dounia Bouzar, die am tiefsten verstören.

Außerdem neu in den Ruhr-Kinos: Robert Schabus' Bauernhof-Doku „Bauer unser“, Nicolas Wadimoffs Porträt „Jean Ziegler - Der Optimismus der Willens“, Daniel Espinosas Sci-Fi-Abenteuer „Life“, Greg Mottolas Agentenkomödie „Die Jones - Spione von nebenan“, Dean Israelites Teenie-Comic-Abenteuer „Power Rangers“ und Phil Claydons Horrortrip „Within“.

Redaktion trailer-ruhr.de

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