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Frühes Versprechen

Der Romancier

04. Februar 2019

Die Filmstarts der Woche

Er heiratete Jean Seberg und sein Lebensweg führte ihn von Polen nach Nizza und Afrika: 1960 veröffentlichte der französische Schriftsteller, Reigisseur und Diplomat Romain Gary (1914-1980) seine Autobiografie „Frühes Versprechen“. Eric Barbiers sehenswertes Drama folgt dem Roman durchs bewegende Leben des gefeierten Romanciers, das eng verflochten war mit seiner exzentrischen, liebevollen Mutter Nina, gespielt von Charlotte Gainsbourg. Romain Gary wird verkörpert von Pierre Niney („Yves Saint Laurent“).

„Sicherlich hab ich schon mal einem aufs Maul gehauen“, gesteht der 69-jährige Musiker freimütig, der es in den 1980er Jahren mit kölschem Punk-Rock in die Konzerthallen der Republik und mit seinen Alkohol- und Drogenexzessen in die Schlagzeilen schaffte. Regisseur Oliver Schwabe lässt Jürgen Zeltingers vergangene Tage mit Konzertausschnitten wiederauferstehen und unterfüttert sie mit aktuellen Interviews und Einblicken in den Alltag des übergewichtigen Musikers, der sich nur noch mit E-Scooter fortbewegt, aber mit seiner „Zeltinger Band“ immer noch auf der Bühne steht. „Asi mit Niwoh – Die Jürgen Zeltinger Geschichte“ ist trotz seiner konventionellen Machart sowohl ein informativer als auch berührender Dokumentarfilm über eine Kultfigur, die sich auch stets politisch engagierte.

Unter der Entwicklung der letzten zehn Jahren – vom Arabischen Frühling bis zum IS – hat der Tourismus in der arabischen Welt gelitten. Das betrifft auch das ägyptische Tourismuszentrum Sharm El Sheikh auf der Südspitze der Sinai-Halbinsel. Der ägyptische Regisseur Marouan Omara und die deutsche Künstlerin Johanna Domke haben mit den Menschen gesprochen, die dort arbeiten. Einige explizite Kunstgriffe machen aus ihrem Film „Dream Away“ ein gespenstisch-surreales Porträt, das stellenweise an Fellini erinnert: Touristen sieht man überhaupt nicht, stattdessen Gespräche mit überdimensionalen Werbefiguren. Paradoxien zwischen Nahost-Kultur und Dienstleistung für West-Europäer, Arm und Reich oder Traum und Wirklichkeit erzählen vom globalisierten Spätkapitalismus.

Außerdem neu in den Ruhr-Kinos: Liu Jians außergewöhnlicher Mafia-Animationsfilm „Have a Nice Day“, Anca Miruna Lazarescus Familiendrama „Glück ist was für Weicheier“, Etan Cohens Krimparodie „Holmes & Watson“ und Nicholas McCarthys und Tara Farneys Hochbegabten-Horror „The Prodigy“. Für die junge Fraktion starten Dean DeBlois' „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ und Mike Mitchells „The Lego Movie 2“.

Redaktion trailer-ruhr.de

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