Kinokalender
Mo Di Mi Do Fr Sa So
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

11.028 Beiträge zu
2.964 Filmen im Forum


Eine Gala für Schindowski – „Show me Coco Jones“
Foto: Pedro Malinowski

The Last Dance

Das MIR verabschiedet Bernd Schindowski - Theater Ruhr 08/11

Sein Name war untrennbar mit seinem Ensemble verbunden und ist selbst jenen Gelsenkirchenern geläufig, die mit modernem Tanz nicht viel anzufangen wussten. Das „Ballett Schindowski“ stand für Avantgarde und anfangs auch einen Hauch von Skandal – der Meister ließ seine Compagnie gern mal nackt auftreten. Nach 33 Jahren geht Bernd Schindowski jetzt in den Ruhestand, vorzeitig, weil er seine Tänzer vor einer gefährlichen Spardiskussion schützen wollte. Denn 2013, wenn Schindowski regulär ausgeschieden wäre, stehen dem Musiktheater im Revier Einsparungen von einer Million Euro ins Haus. Nun aber ist die Nachfolge rechtzeitig geregelt. 2012 wird die Amerikanerin Bridget Breiner die Leitung der Compagnie übernehmen und soll deren Erfolgsgeschichte fortsetzen.

Altmeister Schindowski bekommt zum Abschied einen langen Galaabend, für den er eine letzte Choreographie erarbeitet, lässt es sich aber auch nicht nehmen, parallel einen letzten Teil seiner Jugendreihe „Heavy Music – Cool Love“ auf die Bühne zu bringen. Seit 1998 gibt es sie schon, nahezu in jeder Spielzeit. „Show me Coco Jones!“, heißt der letzte Teil und feiert eine letzte Party. Es ist eine glamouröse rauschende Party, eine für die Angesagten, die Reichen und Schönen. Coco Jones ist mittendrin, ein umschwärmtes It-Girl - bevor der steile Absturz kommt.

Schindowski wählt dazu Musik aus der eigenen Jugend: die Songs von Janis Joplin. Gesungen werden sie von einer Solistin des Opernensembles: Christa Platzer ist Coco, die zuweilen von Christoph Kreutzer als Duettpartner unterstützt wird. Begleitet werden sie von einer Schülerband, und auch das Tanzensemble setzt sich fast zu gleichen Anteilen aus Ballettprofis und Schülern zusammen. Sogar Sprechtheater baut Schindowski in seine letzte Jugendproduktion ein. Dem getanzten und gesungenen Partyexzess und tiefen Absturz der Coco Jones folgen die rezitierten „Gedanken eines Zweiflers“, die Gustave Flaubert als 17-Jähriger formulierte und die Schindowski bereits im Winter zu einer Choreographie inspiriert hatten. Es ist ein überwiegend düsteres, aber kraftvolles Stück, mit dem sich Schindowski bei seinem jungen Publikum verabschiedet. Immerhin gibt es am Ende dann doch noch einen Lichtblick.

„Show me Coco Jones” von Bernd Schindowski I R: Bernd Schindowski
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen I Vorerst keine weiteren Termine I 0209 409 72 00

KARSTEN MARK

Theater Ruhr.

Augen können nicht denken
Ulrich Greb inszeniert mit „Todesstation“ in Moers einen LSD-Trip durch eine verwaschene Realität - Theater Ruhr 05/12

Blut der Geknechteten
„Der goldene Drache“ im Prinz-Regent-Theater - Theater Ruhr 05/12

Gespenster der Geschichte
Roberto Ciulli inszeniert Handkes „Immer noch Sturm“ - Theater Ruhr 05/12

Sympathy for the devil
„Meister und Margarita“ in Dortmund - Theater Ruhr 05/12

Herr Engels verschwindet
Kammeroper an der Wuppertaler Bühne - Theater Ruhr 05/12

Der Fuchs gewinnt immer
„Volpone“ im Bochumer Schauspielhaus - Theater Ruhr 05/12

Roboter im Sterbezimmer
„Richtig alt, so 45“ im Essener Grillo - Theater Ruhr 05/12

Spiel bis zum Tod
„Wer hat Angst …?“ im Bochumer Rottstr5 - Theater Ruhr 05/12

Die blutigen Ecken der Schachtel
H. Scharpff erarbeitet ein Theaterstück mit Borderlinern - Theater Ruhr 04/12

Ein Kranz für die Revolution
Das Ensemble „Glassbooth“ zeigt mit „Satansbraten“ einen ziemlich unbekannten Fassbinder - Theater Ruhr 04/12

Bügeleisen qualmt
„Tag des Zorns“ im Bochumer Rottstr 5 - Theater Ruhr 04/12

Humor ohne Grenzen
„Eine Enthandung in Spokane“ in Bochum - Theater Ruhr 04/12

Bonjour Tristesse
„Club in der Psychiatrie“ in Bochum - Theater Ruhr 04/12

Banditen im Neonwald
„Die Räuber“ im Bochumer Schauspielhaus - Theater Ruhr 04/12

Nur die Tänzer haben Biss
„Im weißen Rössl“ im MIR - Theater Ruhr 04/12

Jugend war noch nie einfach
„Frühlings Erwachen“ in Oberhausen - Theater Ruhr 04/12

„Kein Plan“ – eine physische und psychische Reise
Duisburger Akzente entdeckt und gestaltet Räume

Aufbruchstimmung
Bis zum 16.3. gastieren Theaterensembles aus ganz Deutschland in Duisburg - Theater Ruhr 03/12

Rappen bis der Arzt kommt
Der „Elefant im Raum“ in Moers – Theater Ruhr 03/12

Schick im Kaspertheater
„Bunbury“ in den Kammerspielen Bochum – Theater Ruhr 03/12

Onkel Bumba aus Kalumba
Comedian Harmonists singen in Hagen – Theater Ruhr 03/12

Ein ungleiches Paar
Antigone von Sophokles in Dortmund – Theater Ruhr 03/12

Das ungefüllte Loch im Hirn
Max Frischs „Graf Öderland“ in Essen – Theater Ruhr 03/12

Linke Nostalgie
„Tango“ im kleinen Wuppertaler Schauspielhaus – Theater Ruhr 03/12

Das extra scharfe Leben auf dem Grillrost
Martin Nimz inszeniert Werner Schwabs „Eskalation ordinär“ im herrlich frittösen Dortmunder Studio - Theater Ruhr 03/12