Nun soll es also wieder einen tatort aus dem Ruhrgebiet geben. Schön! Dass der Dortmunder Hauptkommissar in Wirklichkeit mit Jörg Hartmann ein zugereister Mime mit todernster Miene aus dem sauerländischen Herdecke wird, ist allerdings ärgerlich. Die Münsteraner haben es mit ihren kriminalkabarettistischen Folgen doch bereits vorexerziert. Nichts ist lustiger als ein schöner Mord. Und für die Lustigkeit hätten wir doch ausreichend örtlich verankerte Kriminale zur Verfügung. Am Drehort Dortmund könnte Kommissar Eckenga mit Zigarre und unter Mithilfe von Sekretärin Simone Fleck und Pathologin Lioba Albus in der trüben Emscher fischen. In Bochum böte sich das hoffnungslos zerstrittene Ermittlerduo Malmsheimer und Goosen an. Essen wäre mit Inspektor Stratmann gut besetzt. In Mülheim könnte Kommissar Helge Schneider für Ordnung sorgen, und für Recklinghausen käme der dort geborene Hape Kerkeling in Frage. Und für Duisburg? Die Stadt mit ihrem Import aus Berlin, der fast nur in München drehte, hatte bereits ihre Chance.
Kriminelle Energie ist stellenweise auch bei der Verteilung elektrischer Energie im Spiel. Der Anbieter TELDAFAX prellte Tausende seiner Kunden um ihre Vorschüsse. Aber auch sonst birgt der Markt der Energie- und Kommunikationsanbieter manche Untiefe. Passend zum Jahreswechsel beschäftigt trailer sich deshalb im Thema DIE NETZE mit den Möglichkeiten des Anbieterwechsels. Aber lohnt sich für Studierende ein Wechsel der Uni, zum Beispiel nach Bochum? Im Über Tage-Interview wird bei ULRICH SEIFERT vom Kulturbüro an der Ruhruniversität Bochum nach den Perspektiven studentischer Kreativität nachgehakt. Schon jetzt, so behauptet Seifert, könne Bochum altehrwürdigen Universitätsstädten in punkto Kultur das Wasser reichen. Noch einmal zurück zu den tatort-Plänen. Der Autor, Kabarettist und hoffentlich auch zukünftige Kommissar FRITZ ECKENGA hat eine Würdigung seines Werkes erfahren. Ihm wurde der LITERATURPREIS RUHR 2011verliehen. trailer würdigt mit. Am BOCHUMER SCHAUSPIELHAUS wird in diesem Monat der Klassiker WAS IHR WOLLT fast schon als Krimi inszeniert. Und in der Stadt von Horst Schimanski zeigt das LEHMBRUCKMUSEUM im Rahmen seiner Ausstellung 100 JAHRE LEHMBRUCKS KNIENDE – PARIS 2011 das epochale Werk des aus Meiderich stammenden Künstlers im Kontext zu Arbeiten seiner Kollegen. Besonders Duisburger Lokalpolitiker aller Couleur sei ein Gang ins Museum empfohlen. Die Kniende lehrt den Betrachter Demut.
Im Kino wird in diesem Monat Theater gezeigt. Nachdem Roman Polanskis Karriere fast wie die eines Weltbankpräsidenten geendet wäre, ist er nun wieder höchst produktiv. In der schon auf etlichen Bühnen präsentierten Komödie DER GOTT DES GEMETZELS geraten zwei Elternpaare heftigst aneinander. Hier wird noch alttestamentarisch im Sinne von „Zahn um Zahn“ vollstreckt. THE IDES OF MARCH – TAGE DES VERRATS von George Clooney zeigt einen fiktiven Schmuddelvorwahlkampf in den USA, anders, aber nicht weniger empfehlenswert.
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