Das Unglück beginnt damit, dass ein Erwachsener ein Kind missbraucht. Das ist die Erbsünde, die von Generation zu Generation gerächt werden muss. Dieses Schicksal des Ödipus, das wie eine Folie direkt unter unserer Haut liegt, bleibt immer präsent und setzt sich fort, solange es Menschen gibt. Wir glauben die Geschichte des Ödipus zu kennen, aber mit der Version von Wim Vandekeybus und Autor Jan Decorte gewinnt sie eine neue, erstaunliche Wendung. Mit König Laios beginnt sie, der ein Kind schändet und sein Volk schlecht behandelt. Dass ihm das Orakel seinen Tod von der Hand seines Sohnes voraussagt, überrascht dann niemanden mehr.
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