Die Berlinale ruft. Es ist „Photocall“ mit dem (im Filmgeschäft eher berüchtigten) Megastar Madonna und Schauspielerin Holly Weston. Die Kamera hat die Blondinen prominent ins Bild gesetzt. Doch wo andere Fotografen alles tun, um deren Aufmerksamkeit zu erhaschen, sind diese beiden hier unscharf. Der Fokus verschiebt sich hingegen zum rechten Bildrand, wo eine Securitydame im schwarzen Nadelstreifenanzug verstohlene, gar verbotene Blicke zu den Objekten der Begierde schweifen lässt. Ist es Abscheu, Bewunderung oder gar Sehnsucht, einmal selber die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt zu bekommen?
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