Ohne die Kamera hätten viele Menschen wohl gar kein Bild von der Welt „unter Tage“ gehabt, von ihren engen Gängen, den endlosen Tunneln und der allgegenwärtigen Dunkelheit. Lange bevor die Gruben zugeschüttet oder museal zubereitet wurden, tauchten dort Kameras ein – sei es, um eine Romanvorlage authentisch umzusetzen, oder um das Bild einer solidarischen Arbeitsgemeinschaft nach außen zu tragen.
Beides wird nun in der Filmreihe „Bergbau-Inszenierungen“ im Deutschen Bergbaumuseum gezeigt. Am 12. Februar zeigt man Albert Capelanis „Germinal“, eine vorlagentreue Adaption des naturalistischen Romans von Émile Zola über das Schicksal der Bergarbeiterfamilie Rougon-Macquart. Weniger mit dem Klassenkampf beschäftigt sich der Industriefilm „Feuer an der Ruhr. Werkstatt für Europa“, der am 22.2. gezeigt wird. Auch das Thema Grubenunglück wird filmisch angegangen. So zeigt das Bergbaumuseum den Dokumentarfilm „Kameradschaft“ über das Grubenunglück im nordfranzösischen Courrières, bei dem u.a. deutsche Rettungskräfte eingesetzt wurden. Die historische Filmreihe geht bis zum 15.4., der Eintritt ist jeweils gratis und es gibt durch wissenschaftliche Mitarbeiter des Museums eine kurze Einführung eingeführt.
„Bergbau-Inszenierungen – Filme über den und aus dem Bergbau“ 12.2.-15.4. Bergbau Museum Bochum
Ausführliches Programm unter:
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