Seit vielen Jahren zählt Julian Barnes zu den Stars des englischen Literaturbetriebs. Aber den Booker Prize, die bedeutendste Auszeichnung der britischen Literaturwelt, konnte er nie gewinnen. Nun hat er sie ausgerechnet mit dem schlanken, schmucklosen Roman „Vom Ende einer Geschichte“ ergattert. Barnes, der gerne mit seinen Sujets spielt und herausfordert, erzählt diesmal ziemlich stringent. Sein Protagonist Tony Webster gehört zu jenen Menschen, die in ihrem Leben mehr zurück schauen, als dass sie große Pläne für die Zukunft hegen würden. Wie für viele Briten, bleibt auch für ihn die Schulzeit ein prägender Stempel seiner Identität, dessen Druckfarbe er nie wirklich fort zu wischen vermag.
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